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    Balkan: Neue Konfliktgefahr nach Ausrufung von Kosovo-Unabhängigkeit - Le Figaro

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    MOSKAU, 22. Februar (RIA Novosti). Auf dem Balkan besteht die Gefahr eines neuen Konfliktes, der durch die einseitige Ausrufung der Kosovo-Unabhängigkeit vom Sonntag hervorgerufen wurde.

    Das schreibt die französische Zeitung "Le Figaro".

    "Die Serben haben weder den Wunsch noch die Mittel für einen neuen Konflikt mit den (im Kosovo lebenden) Albanern und der NATO, doch die Gefahr eines Konfliktes besteht", schreibt die Zeitung am Freitag.

    Am Donnerstag fand in Belgrad eine Massenkundgebung gegen die Kosovo-Unabhängigkeit statt.

    Die neue Konfliktgefahr schürte laut "Le Figaro" der "(serbische) Premierminister Vojislav Kostunica, der ... im Laufe vieler Jahre unter den Serben das Gefühl der Entziehung hochhielt und mit den radikalen Nationalisten liebäugelte".

    Nun ist laut der Zeitung abzuwarten, ob die Serben dazu bereit sind "mit russischer Unterstützung und durch ihre Verzweiflung an der EU, die Region, die sich kaum vom Krieg erholt hat, erneut zu destabilisieren".

    In diesem Falle könnten die Serben, so die Zeitung, "einige Karten ausspielen": "Zu Beginn können sie die offizielle Abtrennung des nördlichen Teils des Kosovo und dessen Angliederung an Serbien anstreben. In diesem Sinne sind die Angriffe auf die Kontrollposten an der Grenze zwischen Serbien und Kosovo sehr symbolisch", schreibt "Le Figaro".

    Ein weiterer Grund zur Besorgnis sei, so die Zeitung, die Unterstützung Belgrads für eine Abtrennung der Republik Srpska (Serbische Republik) von Bosnien und Herzegowina.

    "Ein solcher Schritt kann den Dayton-Vertrag sprengen, der im Jahr 1995 den Krieg in Bosnien beendete", warnt "Le Figaro".

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