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    Serbien lässt keine Gewaltausweitung auf das Kosovo zu - Außenminister Jeremic

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    BELGRAD, 22. Februar (RIA Novosti). Serbien wird keine Ausweitung der Unruhen auf das Kosovo zulassen, sagte der serbische Außenminister Vuk Jeremic in einem Interview für die TV-Anstalt CNN.

    "Belgrad ist ein ernster Befürworter von Frieden und Stabilität in der Region und will mit der Völkergemeinschaft bei der Gewährleistung der vollständigen Stabilität zusammenarbeiten. In Serbien gibt es nur offizielle Kräfte und sie werden keine Aktivitäten von irgendwelchen paramilitärischen Gruppen auf eigenem Territorium zulassen", sagte der Minister.

    Laut Jeremic ist die multinationale Friedenstruppe (KFOR) entsprechend der Resolution des UN-Sicherheitsrates für die Sicherheit im Kosovo zuständig. Serbien ist bereit, die Zusammenarbeit mit der KFOR und mit der Völkergemeinschaft bei der Erhaltung der Sicherheit in der Region fortzusetzen, so Jeremic.

    Laut dem Außenminister "rechnen die serbischen Behörden mit keinen weiteren Gewaltakten, obwohl die Situation noch angespannt ist".

    Serbien hat wiederholt erklärt, jede andere Kosovo-Entscheidung außer einer friedlichen, auf einem Kompromiss beruhenden und gegenseitig annehmbaren, würde eine Bedrohung der Stabilität in sich bergen.

    Der Minister bemerkte, dass die Kosovo-Albaner einseitig und illegitim die Abtrennung von Serbien proklamiert hatten, das ein international anerkannter Staat ist. "Das war eine schlechte Idee. Es muss eine geeignete Lösung gefunden werden, die nur auf einem Kompromiss beruhen kann", sagte Jeremic.

    Das Parlament des Kosovo hatte am vergangenen Sonntag einseitig eine Unabhängigkeitserklärung angenommen.

    Aus Protest gegen die Anerkennung der Unabhängigkeit der Region überfiel eine Gruppe von Kosovo-Serben eine Kontrollstelle an der Grenze zu Serbien. Die Maskierten setzten die Anlage im Raum von Jarinje in Brand. Die kosovarischen Polizisten und die Angehörigen der UN-Polizeimission, die sich vor Ort befanden, griffen nicht ein.