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    Türkei startet Bodenoffensive gegen PKK-Kämpfer im Nordirak - MEHR

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    Die türkische Armee hat im Nordirak eine Bodenoffensive gegen die kurdischen Separatisten begonnen.

    ANKARA, 22. Februar (RIA Novosti). Die türkische Armee hat im Nordirak eine Bodenoffensive gegen die kurdischen Separatisten begonnen.

    "Die Operation begann am Donnerstagabend und ist gegen Kämpfer der separatistischen kurdischen Arbeiterpartei (PKK) gerichtet", heißt es in der Mitteilung des türkischen Generalstabs. "Die Landstreitkräfte mit Unterstützung der Luftwaffe begannen die grenzübergreifende Operation am Donnerstag um 19.00 Uhr".

    Diese Operation, wie auch alle vorigen, werde gegen die Terrororganisation PKK unternommen. Spezielle Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung und der Infrastruktur seien getroffen worden, heißt es in der Mitteilung.

    Der türkische Generalstab betont, dass diese Offensive nicht gegen die territoriale Einheit und Stabilität des Iraks gerichtet sei. Die türkischen Truppen würden nach der Erfüllung ihrer Aufgaben aus dem Irak abgezogen.

    An der Operation sind dem Fernsehsender NTV zufolge 10 000 Soldaten beteiligt. Die türkischen Einheiten sind etwa zehn Kilometer ins Territorium des Iraks eingedrungen. In der Nähe der Siedlungen Hakurk, Rekan und Nerve seien Kanonenschüsse zu hören.

    Der TV-Sender CNN-Turk berichtet über Luftangriffe auf Stützpunkte der Separatisten in den Bezirken Sap und Behdinan.

    Die Übergangsstelle Habur an der türkisch-irakischen Grenze sei wegen der Operation geschlossen worden.

    Die Bodenoperation sei nach den gestrigen Luftangriffen der türkischen Luftwaffe gegen Stützpunkte der kurdischen Kämpfer in drei Grenzbezirken eröffnet worden.

    Nach Berichten der regionalen Massenmedien informierte die Türkei Regierungen des Irak und der USA über die Bodenoperation im Nordirak.

    Jüngsten Angaben zufolge ist die irakische Regierung zu einer Sonderberatung zusammengetreten, um die Lage im Norden des Landes zu erörtern.

    Auf der Grundlage des im Oktober 2007 vom türkischen Parlament gewährten einjährigen Mandats für grenzübergreifende Operationen hat die türkische Armee seit Dezember vergangenen Jahres sieben Luftangriffe im Nordirak unternommen.

    Im Ergebnis der Einsätze wurden nach Angaben des türkischen Generalstabes mindestens 175 Separatisten getötet und die Infrastruktur der separatistischen Arbeitspartei Kurdistans (PKK) zum großen Teil vernichtet.

    Die PKK, die von der UNO und der EU zur Terrororganisation erklärt wurde, führt seit nahezu einem Vierteljahrhundert einen bewaffneten Kampf um die Autonomie der Kurden auf einem Teil des türkischen Territoriums. Der Konflikt hat bereits rund 40 000 Menschenleben gefordert.

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