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    Türkei sollte unangemessene Kampfhandlungen im Nordirak meiden - EU-Kommission

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    Die Europäische Kommission appelliert an die Türkei, keine „unangemessenen“ militärischen Handlungen zur Bekämpfung der kurdischen Extremisten im Norden des Irak vorzunehmen.

    BRÜSSEL, 22. Februar (RIA Novosti). Die Europäische Kommission appelliert an die Türkei, keine „unangemessenen“ militärischen Handlungen zur Bekämpfung der kurdischen Extremisten im Norden des Irak vorzunehmen. Das sagte die Sprecherin der EU-Exekutive, Christina Nagy, am Freitag.

    „Wir rufen die Türkei auf, keine unangemessenen Handlungen im militärischen Sinne vorzunehmen und die Rechtsnormen einzuhalten“, sagte Nagy zu Journalisten in Brüssel.

    Im Namen der EU-Kommission forderte die Sprecherin die türkischen Behörden auf, „den Dialog mit den internationalen Partnern zu dieser Frage fortzusetzen“.

    Der türkische Generalstab hatte am Freitag über die am Abend des Vortages eingeleitete Landoperation gegen die kurdischen Kämpfer im Nordirak informiert. Aus dem Bericht des Generalstabes geht hervor, dass die Operation gegen die terroristische Gruppierung der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) gerichtet sei. „Die Operation ist nicht gegen die territoriale Einheitlichkeit und die Stabilität des Irak gerichtet und die türkischen Einheiten werden kurz nach der Erfüllung der ihnen gestellten Aufgaben zu ihren Standorten zurückkehren“, unterstreicht der Generalstab der türkischen Armee.

    Die Operation, bei der rund 10 000 Soldaten eingesetzt sind, hat nach dem am Vortag unternommenen Angriff der türkischen Luftwaffe im Nordirak begonnen. Bei dem Luftangriff waren Schläge gegen Standorte kurdischer Extremisten in drei an die Türkei angrenzenden Rayons geführt worden.

    Die türkischen Behörden haben die US-Administration über die Operation informiert.

    Die türkische Armee hatte seit Dezember vergangenen Jahres sieben Luftangriffe im Nordirak auf der Grundlage eines Jahresmandats für grenzübergreifende Operationen vorgenommen, das ihr vom türkischen Parlament gewährt worden war.

    Die PKK, die von der UNO und der EU als Terrororganisation qualifiziert wurde, führt seit knapp einem Vierteljahrhundert einen bewaffneten Kampf um eine Autonomie der Kurden auf einem Teil des türkischen Territoriums. Dieser Konflikt hat bereits rund 40 000 Menschenleben gefordert.

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