13:11 19 Oktober 2017
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    Kosovo-Echo: De-facto-Staat Südossetien ersucht Russland um Anerkennung

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    WLADIKAWKAS, 06. März (RIA Novosti). Weniger als einen Monat nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo ersucht nun der nicht anerkannte de-facto-Staat Südossetien (in Georgien) um eine offizielle Anerkennung.

    Am Donnerstag verabschiedeten die südossetische Nationalversammlung sowie das Parlament der russischen Teilrepublik Nordossetien einen gemeinsamen Appell an das russische Parlament. "Wir bitten Sie, die Unabhängigkeit der Republik Südossetien offiziell anzuerkennen", heiß es in dem Dokument. Dabei berufen sich die Parlamentarier auf den Präzedenzfall Kosovo, das gezeigt habe, dass die territoriale Integrität bei der Lösung von Regionalkonflikten nicht mehr eingehalten werden muss. Das um so mehr, da der Grundsatz der territorialen Integrität durch die Unabhängigkeit Südossetiens nicht verletzt würde, weil es weder rechtliche noch faktische Gründe für eine Angliederung Südossetiens an Georgien gebe, hieß es.

    Südossetien ist ein de-facto-Staat im südlichen Kaukasus, der völkerrechtlich jedoch als Teil Georgiens gilt. Zu Sowjetzeiten gehörte die Region als Autonomes Gebiet zu Georgien. Nach der Unabhängigkeit Georgiens 1991 entzog der erste georgische Präsident, Swiad Gamsachurdija, Südossetien den Autonomiestatus. Daraufhin erklärte sich die Republik für staatlich unabhängig. Nach einem bewaffneten Konflikt, der 1992 beendet wurde, verlor Georgien endgültig die Kontrolle über Südossetien. Bislang sichert ein aus russischen, georgischen und nordossetischen Soldaten bestehendes Friedenskontingent die Einhaltung des Waffenstillstandes.

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