04:02 17 Oktober 2017
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    Ukraine: Präsident nennt Politik von Regierungschefin Timoschenko abenteuerlich

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    Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko hat die Politik von Premierministerin Julia Timoschenko bei seinem Aufenthalt in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe kritisiert.

    KIEW, 07. März (RIA Novosti). Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko hat die Politik von Premierministerin Julia Timoschenko bei seinem Aufenthalt in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe kritisiert.

    "Es ist mir unangenehm, darüber zu sprechen, aber ich habe diese Politik der Abenteuer und Intrigen satt", sagte der Staatschef vor ukrainischen Journalisten in Duschanbe.

    Wie die ukrainische Nachrichtenagentur UNIAN berichtet, teilte der Präsident mit, dass er aufrichtig über die Position der Regierungschefin erstaunt sei, die ihm einen Brief über die Gasfragen geschickt habe.

    "Ich bin kein Anhänger von Beziehungen zwischen dem Präsidenten und dem Premier per Post. Wir treffen uns jede Woche mehrmalsl und wenn die Premierministerin nicht gerade für Public Relations, sondern für die Organisation einer konkreten Arbeit sorgt, darunter zum Thema Gasmarkt, so könnte dies auf bilateraler Grundlage geschehen", sagte Juschtschenko und fügte hinzu, Timoschenko mochte andere Ziele damit verfolgt haben.

    In einem Brief an den Präsidenten schrieb Timoschenko, dass sie mit einigen Vorschlägen zur Überwindung des Gasstreites mit Russland nicht einverstanden sei. Im Brief hieß es, dass das Ministerkabinett der Ukraine einige Bedingungen der Vereinbarungen der Präsidenten beider Länder nicht billigen könne, insbesondere "den Ersatz eines Vermittlers durch einen anderen mittels Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens, um das ganze Importgas und das Gas aus eigener Gewinnung auf dem ukrainischen Binnenmarkt abzusetzen".

    Dem ukrainischen Präsidenten zufolge wurden seine Vereinbarungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin von beiden Regierungen positiv aufgenommen und als richtige Schritte bezeichnet.

    "Die beiden Regierungschefs erklärten in einer gemeinsamen Pressekonferenz, dass sie diese Vereinbarungen begrüßen - sowohl was die Abrechnung als auch was die künftigen Verhandlungen über die Marktorganisation betrifft. Und als Erste hat mir zum glänzenden Sieg gerade die Premierministerin der Ukraine gratuliert", sagte Juschtschenko.