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    Hohe Gaspreise gefährden Souveränität der Ukraine - Timoschenkos Berater

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    Die stetig wachsenden Gaspreise gefährden nach Ansicht von Experten die Souveränität der Ukraine.

    KIEW, 08. März (RIA Novosti). Die stetig wachsenden Gaspreise gefährden nach Ansicht von Experten die Souveränität der Ukraine.

    "Die steigenden Gaspreise und eine Monopolstellung der Gasversorger sind eine Gefahr nicht nur für die Energiesicherheit, sondern auch für die Souveränität der Ukraine", sagte der Parlamentsabgeordnete Alexander Gudyma, Berater der ukrainischen Ministerpräsidentin Julia Timoschenko, in einem am Samstag in der Woschenschrift "Serkalo Nedeli" (Wochenspiegel) abgedruckten Beitrag. "Energieressourcen, darunter Erdgas, werden von der einheimischen Industrie uneffektiv genutzt. Die Energieintensität des ukrainischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) ist um 160 Prozent höher als im weltweiten Durchschnitt."

    Zu einem weiteren wichtigen Problem zählte Gudyma den hohen Grad der Abhängigkeit der Ukraine von den Gasimporten. Ein Ausweg wäre die Diversifizierung der Gaslieferungen und Energieversorgung. "Solange die Ukraine keine drei gleichbedeutenden Gasversorgungsquellen hat, wird Kiew Erdgas zu einem nur bedingt marktwirtschaftlichen Preis kaufen müssen", sagte der Berater.

    Die Ukraine verbraucht im Durchschnitt knapp 70 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr. Davon entfallen 20 Milliarden Kubikmeter auf die eigene Produktion. Der Rest muss importiert werden, größtenteils aus Zentralasien und Russland.

    Anfang März kam es erneut zu einem Gasstreit zwischen Moskau und Kiew. Wegen hoher Schulden für das bereits abgenommene Gas aus Russland hatte der russische Gaskonzern Gazprom die Exportlieferungen an die Ukraine für zwei Tage um 50 Prozent gedrosselt. Bei Verhandlungen zwischen Vertretern von Gazprom und des ukrainischen Versorgers Naftogas einigten sich die Seiten auf den Modus für die Rückzahlung der Gasschulden. Darauf hin nahm Gazprom die Gasversorgung des Nachbarlandes in vollem Umfang wieder auf.

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