23:03 22 Oktober 2017
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    Russlands Präsident empfängt Chef von Oppositionspartei Jabloko Jawlinski

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    MOSKAU, 11. März (RIA Novosti). Präsident Wladimir Putin hat sich am Dienstag mit einem der beliebtesten oppositionellen Politiker Russlands, dem Chef der Russischen Demokratischen Partei "Jabloko", Grigori Jawlinski getroffen.

    Wie der Kreml-Pressesprecher Alexej Gromow mitteilte, haben die Gesprächspartner Fragen der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Landes besprochen. Das Treffen fand im Rahmen der regelmäßigen Kontakte des Präsidenten mit den Spitzenvertretern der politischen Parteien Russlands statt.

    Grigori Jawlinski leitet eine der einflussreichsten und populären liberalen Parteien in Russland, die er mit seinen Gleichgesinnten 1993 gründete. Die Partei wurde mit den Anfangsbuchstaben der Namen ihrer Gründer (Jawlinski, Boldyrew, Lukin - Jabl) benannt. Daraus leiteten sie das Wort Jabloko ab, was Apfel bedeutet, der auch zum Symbol der Partei wurde.

    Bei der Parlamentswahl am 2. Dezember 2007 konnte die Partei jedoch die Sieben-Prozent-Hürde nicht überwinden.

    Jawlinski erklärte damals "angesichts der Ausmaße der Fälschungen und Manipulationen" im Namen der Partei "Jabloko" die Staatsduma-Wahlen am 2. Dezember als unfrei und unfair. Jawlinski kündigte seine Kandidatur für die Präsidentenwahl am 2. März 2008 an, schied aber vorzeitig aus dem Wahlrennen aus.

    Der 55-jährige Grigori Jawlinski ist einer der bekanntesten Vertreter der russischen Opposition. Der geborene Lemberger gehörte zu Beginn der 90er Jahre zu den nächsten Mitarbeitern im Kreml, zunächst als sowjetischer Vizepremier unter Michail Gorbatschow, dann als russischer Vizepremier unter Boris Jelzin. Zweimal bereitete er Programme für liberale Wirtschaftsreformen vor. Zweimal wurden sie jedoch abgelehnt: 1990 vom Obersten Sowjet, zwei Jahre später von Jelzin.

    1993 gründete Jawlinski die liberale Partei "Jabloko", die im selben Jahr fast acht Prozent der Stimmen und damit 27 Abgeordnetenmandate für die Staatsduma erhielt. Jawlinski kandidierte zwei Mal erfolglos bei Präsidentschaftswahlen.