04:04 17 Oktober 2017
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    Indonesiens Präsident zu Irans Atomproblem: Zusammenarbeit mit IAEO statt Politisierung

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    TEHERAN, 11. März (RIA Novosti). Der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono hat die Weltgemeinschaft aufgerufen, das iranische Atomproblem nicht zu politisieren, sondern Iran zu ermöglichen, die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) fortzusetzen.

    „Das iranische Atomprogramm hat einen friedlichen Charakter. Und es lohnt sich nicht, es zu politisieren“, sagte er in Teheran (Hauptstadt Irans) in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem iranischen Amtskollegen Mahmud Ahmadinedschad.

    Yudhoyono sagte, dass Indonesien, das heute ein nichtständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates sei, sich bei der Bestätigung der neuen Sanktionsresolution durch den Sicherheitsrat am 3. März als einziges Land der Stimme enthalten habe.

    „Die Position Indonesiens zu dieser Frage war durch die Zusammenarbeit zwischen Teheran und der IAEO bedingt“, betonte er.

    „Wir sind der Auffassung, dass es nicht notwendig ist, neue Sanktionen gegen Iran zu verhängen. Denn wir sind überzeugt, dass sich das Zusammenwirken Teherans mit der IAEO mit jedem Tag festigen muss“, fügte der indonesische Präsident hinzu.

    Der UN-Sicherheitsrat hat am 3. März eine Resolution verabschiedet, die die Wirtschaftssanktionen gegen Iran wegen seiner Weigerung verhärtet, die Forderungen der beiden vorangegangenen Resolutionen zu erfüllen und die Urananreicherung auszusetzen.

    Die dritte Resolution in den letzten beiden Jahren sieht ein Verbot für Auslandsreisen einer Reihe von Personen, die sich an der Ausarbeitung des iranischen Atomprogramms beteiligen, die Kontensperrung einiger iranischer Unternehmen und Banken sowie die Kontrolle der grenzüberschreitenden Güter vor.

    Teheran wird eine Frist von 90 Tagen für die Erfüllung der angenommenen Resolution gegeben.