02:21 23 Oktober 2017
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    Anerkennung von Abchasien wahrt Russlands Position am Schwarzen Meer - Politologe

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    MOSKAU, 12. März (RIA Novosti). Sollte Georgien der Nato beitreten, wird Russland die Unabhängigkeit der Republik Abchasien anerkennen und zusammen mit ihr einen gemeinsamen Verteidigungsraum bilden müssen, um seine Position am Schwarzen Meer nicht zu verlieren.

    Diese Auffassung vertrat Leonid Iwaschow, Präsident der russischen Akademie der geopolitischen Probleme, bei einem Rundtischgespräch am Mittwoch in Moskau.

    "Russland muss nach dem 24. April, da Georgien höchstwahrscheinlich in die Nato eingeladen wird, seinen Willen zeigen und mehrere Schritte tun und vor allem Abchasien als unabhängigen Staat anerkennen sowie zusammen mit ihm einen gemeinsamen Verteidigungsraum bilden, um sich gegen die militärische Präsenz und den militärischen Druck sowie gegen subversive Handlungen zu wehren, die der Aufnahme Georgiens in die Nato unbedingt folgen werden", sagte Iwaschow.

    Der Politologe rief Russland auf, die Anerkennung der Unabhängigkeit Abchasiens in keinen Zusammenhang mit dem Kosovo-Fall zu bringen, sondern sich in dieser Frage von rechtlichen und politischen Argumenten sowie von Sicherheitserwägungen leiten zu lassen.

    Laut Iwaschow sollte Russland nach der Anerkennung der Unabhängigkeit von Abchasien mit dieser Republik umgehend ein Paket von Dokumenten, vor allem im Sicherheitsbereich, unterzeichnen.

    Nach dem Zerfall der Sowjetunion war Abchasien, das bis dahin zur Georgischen SSR gehört hatte, aus der Jurisdiktion von Tiflis ausgetreten und arbeitet seitdem auf eine internationale Anerkennung seines Unabhängigkeitsstatus hin. Georgien besteht hingegen auf der Wiederherstellung seiner territorialen Integrität.

    Iwaschow hatte von 1996 bis Juli 2001 die Hauptverwaltung für internationale militärische Zusammenarbeit des russischen Verteidigungsministeriums geleitet.