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    OSZE fordert armenische Behörden zu Aufhebung des Ausnahmezustandes in Jerewan auf

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    WIEN, 13. März (RIA Novosti). Heikki Talvitie, Sondervertreter des Vorsitzenden der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), hat die armenischen Behörden aufgefordert, den Ausnahmezustand in Jerewan aufzuheben und einen Dialog mit der Opposition in die Wege zu leiten, um die Situation zu entspannen, die nach der Präsidentenwahl in der Republik entstanden war.

    Der Ausnahmezustand war am 1. März nach Massenunruhen in der armenischen Hauptstadt Jerewan verhängt worden.

    "Unter Berücksichtigung der herannahenden Amtseinführung des gewählten Präsidenten muss die Regierung meines Erachtens den Ausnahmezustand aufheben und einen realen politischen Dialog mit der Opposition aufnehmen", sagte Talvitie am Donnerstag in einer Sitzung des Ständigen OSZE-Rates.

    Ihm zufolge muss die armenische Regierung dringende Schritte zur Beilegung der Krise unternehmen.

    Ab dem 20. Februar führte die Opposition mit Armeniens Ex-Präsident Lewon Ter-Petrossjan an der Spitze auf dem Platz der Freiheit im Zentrum von Jerewan Protestkundgebungen durch und focht die Ergebnisse der Präsidentenwahl an.

    Nach der Auflösung einer Kundgebung am 1. März begann die Menschenmenge mit Pogromen und Plünderungen von in der Nähe gelegenen privaten und staatlichen Objekten. Erst nach der Verhängung des Ausnahmezustandes in Jerewan durch einen Erlass von Präsident Robert Kotscharjan konnten Mitarbeiter der Rechtsschutzbehörden und Armeeangehörige die Plünderer zurückdrängen und den Massenunruhen ein Ende setzen.

    Nach offiziellen Angaben kamen bei den Zusammenstößen acht Menschen ums Leben und weitere 131 wurden verletzt.

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