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    Transnistrien ersucht Russland um günstigeres Handelsregime

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    MOSKAU, 13. März (RIA Novosti). Die nicht anerkannte Republik Transnistrien (auf dem Territorium Moldawiens) hat Russland um die Schaffung eines günstigeren Handelsregimes ersucht.

    Das teilte der transnistrische Parlamentspräsident Jewgeni Schewtschuk am Donnerstag in Moskau mit. Am selben Tag hatte im Unterhaus des russischen Parlaments eine Anhörung zu Problemen der Beilegung der Konflikte auf dem Territorium der ehemaligen Sowjetunion stattgefunden. Daran nahmen leitende Repräsentanten der Parlamente der nicht anerkannten Republiken Abchasien, Südossetien und Transnistrien sowie Dumaabgeordnete, Vertreter des russischen Außenministeriums und Experten teil.

    "Es wäre zweckmäßig, den zuständigen Organen Russlands zu empfehlen, über die Herstellung des Meistbegünstigungsregimes im Handel mit Betrieben in Transnistrien zu beraten. Zudem muss für russische Unternehmen, die in die Wirtschaft von Transnistrien investieren, ein Mechanismus von Präferenzen geschaffen werden." Schewtschuk sagte ferner, die Duma könnte in einer Plenarsitzung über einen neuen Modus der Beziehungen zu Transnistrien beraten.

    Nach dem Zerfall der Sowjetunion hatten einige Gebiete Moldawiens am linken Dnestr-Ufer die Moldawische Dnestrrepublik ausgerufen. Diesen Schritt führte Transnistrien auf Erklärungen einiger radikal gesinnter Politiker in Chisinau zurück, nach denen der Beitritt Moldawiens zu Rumänien nicht ausgeschlossen sei. Transnistrien wollte nicht rumänisiert werden.

    Die Behörden in Chisinau versuchten darauf, ihre Truppen in die Region zu verlegen, worauf ein monatelanger blutiger Konflikt entbrannte. Gegenwärtig wird der Frieden in der Konfliktzone von den Gemischten Friedenskräften erhalten, zu denen ein russisches, ein moldawisches und ein transnistrisches Bataillon gehören. Transnistrien arbeitet weiter auf die Anerkennung seiner Unabhängigkeit hin. Moldawien lehnt das ab und bietet der Region umfassendste Autonomierechte. Die Verhandlungen über die Beilegung des Konfliktes wurden im Februar 2006 abgebrochen. An den Gesprächen nahmen Moldawien, Transnistrien, Russland, die Ukraine und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sowie als Beobachter die Europäische Union (EU) und die USA teil.

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