23:09 22 Oktober 2017
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    Atomgespräche in Genf zwischen USA und Nordkorea ergebnislos beendet

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    MOSKAU, 14. März (RIA Novosti). Die am Donnerstag eingeleiteten Genfer Verhandlungen zwischen Washington und Pjöngjang über den atomaren Abbau Nordkoreas sind ohne Ergebnis vorzeitig abgebrochen worden.

    Wie ausländische Nachrichtenagenturen melden, haben die beiden Seiten nach einem achtstündigen Gespräch darauf verzichtet, das Gespräch am Freitag fortzusetzen, wie ursprünglich vorgesehen war.

    Der US-Unterhändler Christopher Hill und sein nordkoreanischer Kollege Kim Kye Gwan sollten die Offenlegung aller Atomprogramme Pjöngjangs besprechen. Außerdem sollten sie über die Streichung Nordkoreas von der Liste der Terrorismusförderer und damit über die Aufhebung der einseitigen Wirtschaftssanktionen seitens der USA diskutieren.

    Wie ausländische Medien den US-Unterhändler zitieren, werden weitere Konsultationen erforderlich sein, "doch werden wir uns alle noch mit verschiedenen Seiten beraten müssen, bevor das Sechser-Treffen durchgeführt wird".

    Die im August 2003 aufgenommenen Verhandlungen der sechs Chefunterhändler aus Russland, den USA, China, Nordkorea, Südkorea und Japan waren Ende 2007 in eine Sackgasse geraten. Allerdings hatten die Seiten bis dahin vereinbart, dass die Atomobjekte Nordkoreas außer Betrieb gesetzt werden - im Austausch gegen Wirtschaftshilfe für Pjöngjang und dessen Annäherung an die USA und Japan.

    Die USA und Nordkorea befinden sich seit 1953 offiziell im Kriegszustand. Wie Pjöngjang befürchtet, könnten die Amerikaner versuchen, einen Militärschlag gegen Nordkorea zu führen, wie im Fall mit dem Irak.

    Die USA fordern weiterhin Beweise für das Fehlen eines Atomprogramms und wollen Klarheit, ob Pjöngjang nukleare Materialien und Technologien an Syrien geliefert habe.