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    US-Botschaft in Weißrussland stellt Visaausstellung ein

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    Diplomatische Krise USA-Weißrussland (11)
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    Die diplomatischen Spannungen zwischen Weißrussland und den USA verschärfen sich. Die US-Botschaft in Minsk hat die Ausstellung von Einreisevisa für weißrussische Bürger eingestellt.

    MINSK, 19. März (RIA Novosti). Die diplomatischen Spannungen zwischen Weißrussland und den USA verschärfen sich. Die US-Botschaft in Minsk hat die Ausstellung von Einreisevisa für weißrussische Bürger eingestellt.

    "Die Ausstellung von Visa wird zeitweilig eingestellt", teilte die Botschaft auf ihrer Webseite mit. Die US-Bürger werden von der Botschaft weiterhin bedient.

    Am 7. März hatte das weißrussische Außenministerium der amerikanischen Botschafterin Karen Stewart empfohlen, das Land zu verlassen. Gleichzeitig rief Weißrussland seinen Botschafter aus den USA zu Konsultationen ab. Zehn Tage später empfahl Weißrussland den USA, das Botschaftspersonal zu verringern. Grund sind die jüngsten amerikanischen Sanktionen gegen Weißrussland.

    Die US-Administration hatte am 11. November Sanktionen gegen den weißrussischen staatlichen Chemiekonzern Belneftekhim verhängt, über den die gesamten Exporte des Landes von Chemie- und Petrochemieerzeugnissen erfolgen. Das US-Finanzministerium ließ alle in der Jurisdiktion der USA befindlichen Konten von Belneftekhim in den USA sowie in Deutschland, Russland, China und anderen Staaten sperren. Seit dem 20. Dezember verwendet Belneftekhim im Exportgeschäft statt US-Dollar den Euro.

    Den Grund für die US-Sanktionen sieht Minsk in seiner Zusammenarbeit mit Venezuela. Im Dezember gründeten beide Staaten ein Joint Venture für die Ölförderung. Am 30. Dezember drohte der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko der US-Botschafterin Karen Stewart mit Ausweisung, sollte Washington weitere Sanktionen gegen sein Land verhängen.

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