22:15 19 Oktober 2017
SNA Radio
    Politik

    Dalai-Lama ruft Weltgemeinschaft zu Hilfe bei Beilegung der Tibet-Krise auf

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 2 0 0

    Der geistige Führer der Tibeter, der Dalai Lama, hat die Weltgemeinschaft aufgerufen, bei der Beilegung der Krise im Tibet zu helfen.

    MOSKAU, 19. März (RIA Novosti). Der geistige Führer der Tibeter, der Dalai Lama, hat die Weltgemeinschaft aufgerufen, bei der Beilegung der Krise im Tibet zu helfen.

    "Wir nehmen weiterhin am Dialog teil, bei dem eine beiderseits akzeptable Lösung herbeigeführt werden soll", sagte der Dalai Lama am Mittwoch nach westlichen Medienberichten. "Ich bitte die internationale Gemeinschaft, die chinesischen Behörden zu mehr Zurückhaltung bei der Lösung der laufenden Probleme aufzurufen." Am Vortag hatte der Dalai Lama erklärt, er werde zurücktreten, wenn die chinesischen Behörden weiterhin Gewalt in der Provinz anwenden würden. "Wenn die Situation außer Kontrolle gerät, werde ich meine Vollmachten niederlegen", sagte der Dalai Lama in seiner Residenz in der indischen Stadt Daramsala.

    Russische Religionsexperten glauben nicht, dass der Dalai Lama als geistiger Führer zurücktreten will. Es gehe vielmehr um die mögliche Niederlegung seiner Vollmachten als Chef der tibetischen Exilregierung. Zuvor hatten die chinesischen Behörden dem Dalai Lama vorgeworfen, die jüngsten Unruhen im Tibet organisiert zu haben.

    Am 10. März hatten die Behörden eine Demonstration auseinander geprügelt, deren Teilnehmer des 49. Jahrestages des Aufstandes in Lhasa gedenken wollten, der mit der Vertreibung des Dalai Lamas zu Ende ging. Ihren Höhepunkt erreichten die jüngsten Unruhen am vergangenen Freitag. Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete zahlreiche Brandstiftungen und Krawalle in Lhasa. Es habe nach offiziellen Angaben 13 Tote gegeben. Dagegen sprachen Anhänger des Dalai Lamas von 80 Toten und 72 Verletzten.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren