02:50 23 Oktober 2017
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    Nach Kosovo-Unruhen: Ukrainische Opposition fordert Rücktritt von Innenminister

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    KIEW, 21. März (RIA Novosti). Die Partei der Regionen fordert den Rücktritt des ukrainischen Innenministers Juri Luzenko, da dieser in seiner Parlamentsrede am Donnerstag eine falsche Information über den Zwischenfall bei den blutigen Unruhen im Kosovo gegeben hat, bei dem ein ukrainischer Friedenssoldat starb und 21 verletzt wurden.

    Das sagte einer der Parteichefs, Nestor Schufritsch, am Freitag RIA Novosti.

    "Er (Luzenko) sagte, die NATO-Kräfte hätten nichts mit diesem Einsatz zu tun gehabt. Die KFOR-Unterabteilungen, zu denen die NATO in direkter Beziehung steht, haben diese Kräfte (Friedenssoldaten) befehligt", so Schufrin.

    UN-Polizisten sowie KFOR-Soldaten hatten am Montagmorgen das UN-Gerichtsgebäude in Kosovska Mitrovica gestürmt, das seit vergangenem Freitag von serbischen ehemaligen Justizbeamten aus Protest gegen ihre Entlassung besetzt worden war.

    Beim Versuch, die Festgenommenen abzuführen, kam es zu Massenunruhen, an denen hunderte Serben beteiligt waren.

    Bei den Auseinandersetzungen wurden etwa 80 Serben und Dutzende der UN-Polizisten und KFOR-Angehörigen verletzt, darunter 22 Soldaten der Sonderfriedenstruppe des ukrainischen Innenministeriums. Einer der Ukrainer erlag in der Nacht zum Dienstag seinen Verletzungen.

    Luzenko rief die Abgeordneten auf, keine Entscheidung über den Abzug des Friedenskotingents aus dem Kosovo anzunehmen. Er betonte, die NATO stehe in keinem Bezug zu dem Zwischenfall, da die Operation von der UN-Mission durchgeführt worden sei.

    Die Partei der Regionen macht die ukrainischen Behörden, die für den Beitritt der Ukraine zur NATO eintreten, für den Tod des Friedenssoldaten verantwortlich.

    Die ukrainischen Friedenssoldaten sind im Rahmen der Polizeimission der UNO und im Bestand der NATO-geführten Schutztruppe KFOR im Kosovo stationiert.

    Die KFOR-Kräfte waren entsprechend einer Resolution des UN-Sicherheitsrates gegründet worden und am 12. Juni 1999 im Kosovo einmarschiert.