00:20 28 September 2016
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USA wollen Propaganda-Agentur aus Kaltem Krieg wiederbeleben

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Die USA wollen ihre propagandistische Informationsagentur USIA wieder ins Leben rufen, die nach Ende des Kalten Krieges aufgelöst worden ist.

WASHINGTON, 25. März (RIA Novosti). Die USA wollen ihre propagandistische Informationsagentur USIA wieder ins Leben rufen, die nach Ende des Kalten Krieges aufgelöst worden ist.

Ein entsprechender Gesetzentwurf werde im US-Kongress ausgearbeitet, teilte Frank Gaffney, Präsident des "Center for Security Policy" (CSP) in Washington und ehemaliger Vizeverteidigungsminister, am Montag mit. Laut Gaffney sind die US-amerikanischen "Informationsoperationen und andere Formen des politischen Krieges" im Ausland in einem "kläglichen Zustand". Deshalb müsse eine neue Behörde für Informationskriege im Ausland eingerichtet werden.

Die Auflösung der United States Information Agency (USIA), die diese Funktion im Kalten Krieg ausgeübt hatte, sei einer der strategischen Fehler, die nach dem Fall der Berliner Mauer begangen wurden, erklärte Gaffney.

Die USIA wurde 1999 vom damaligen US-Präsidenten Bill Clinton auf Empfehlung der Außenministerin Madeline Albright aufgelöst. Ihre Aufgaben wurden zum Teil dem US State Department übertragen. In diesem Jahr wollen die USA für die verschiedenen Informationsprogramme und Öffentlichkeitsarbeit im Ausland rund 1,54 Milliarden Dollar ausgeben.

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