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    Teheran bietet erneut internationale Zusammenarbeit zur Urananreicherung in Iran an

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    TEHERAN, 11. April (RIA Novosti). Iran hat erneut vorgeschlagen, auf seinem Territorium ein internationales Konsortium für Urananreicherung zu gründen.

    Das teilte der Vizechef der iranischen Atomenergie-Organisation, Mohammad Saidi, am Freitag der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mit.

    "Leider hat sich der Export von Kernbrennstoff in der Welt von einer handelsökonomischen Frage in ein politisches Problem verwandelt. Es gibt keine Garantien für Kernbrennstofflieferungen", sagte er.

    "Die Idee zur Gründung des internationalen Konsortiums für Urananreicherung in Iran, die vom iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad in der UNO-Vollversammlung 2005 vorgeschlagen worden war, bleibt in Kraft", führte Saidi aus.

    Er betonte, dass ausländische Staaten und Privatunternehmen an der Arbeit des Konsortiums teilnehmen könnten.

    "Ausländer dürfen sich an allen Atomprojekten unseres Landes, darunter an der Urananreicherung und dem Bau von Atomkraftwerken beteiligen", erklärte der Vizechef der iranischen Atomenergie-Organisation.

    Russland hatte zuvor die Gründung von internationalen Zentren für die Urananreicherung auf seinem Territorium unter Kontrolle der Internationalen Atomenergieorganisation (IAE) initiiert. Teheran lehnte jedoch diesen Vorschlag ab und bestand auf seinem Recht auf die Nutzung der Atomenergie zu friedlichen Zwecken.

    Die USA und einige andere Länder vermuten, dass Iran an der Entwicklung von Atomwaffen arbeitet. Teheran weist diese Anschuldigungen zurück und erklärt, dass sein Atomprogramm auf die Deckung des Strombedarfs des Landes gerichtet sei.

    Der UNO-Sicherheitsrat hat in den letzten Jahren auf Initiative der "Sechs" (die fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates und Deutschland) drei Resolutionen verabschiedet, die Sanktionen gegen Iran im Zusammenhang mit seinem Unwillen vorsehen, ein Moratorium für die Urananreicherung zu verhängen und die Arbeit an seinem Raketenprogramm einzustellen.

    Teheran weigerte sich, die Bestimmungen dieser Resolutionen zu erfüllen, und bezeichnete sie als illegitim.

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