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    Ausländische Militärpräsenz im Kosovo illegitim - Spanische Experten

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    Eine weitere Präsenz spanischer und anderer ausländischer Truppen im Kosovo nach der einseitigen Unabhängigkeitsverkündung dieser serbischen Region ist völkerrechtswidrig.

    MADRID, 11. April (RIA Novosti). Eine weitere Präsenz spanischer und anderer ausländischer Truppen im Kosovo nach der einseitigen Unabhängigkeitsverkündung dieser serbischen Region ist völkerrechtswidrig. Zu diesem Schluss gelangte der spanische analytische Fonds FAES in einem am Freitag veröffentlichten Bericht.

    "Es ist sogar schwer vorstellbar, dass spanische Offiziere weiterhin die Separatisten im Kosovo schützen, d. h. diejenigen, die in flagranter Weise gegen die internationalen Vereinbarungen verstoßen und die Unabhängigkeit in Verletzung des UNO-Standpunktes ausgerufen haben", heißt es im Bericht des führenden spanischen Forschungszentrums.

    "Die KFOR-Mission war zum Schutz des Friedens und nicht zum Schutz der Separatisten in das Kosovo geschickt worden, insofern hat diese Mission jeden Sinn verloren", wird im Bericht des Fonds betont, der von Ex-Premier Jose Maria Aznar geleitet wird.

    "Werden die spanischen Militärs etwa auf dieselbe Weise die Terroristen im Baskenland in Schutz nehmen, sollten diese ihre Unabhängigkeit verkünden? Und werden sie etwa dabei die Anhänger einer Einheit Spaniens bekämpfen?", fragen die Verfasser.

    "Das spanische Militärkontingent, das seit 1999 im Kosovo präsent ist, unterstützt eine illegitime Abtrennung der Region von Serbien und verstößt damit gröblich gegen die Resolution 1244 des UN-Sicherheitsrates."

    Gegenwärtig halten sich 550 spanische Friedenssoldaten im Kosovo auf.

    Die spanische Regierung hatte zwar die Unabhängigkeit der Republik Kosovo nicht anerkennt, erklärte aber zugleich, sie werde die Truppen aus der Region vorerst nicht abziehen.

    Gleichzeitig nahmen aber spanische Militärangehörige an der Niederschlagung von Protesten der serbischen Bevölkerung gegen die Verkündung der Unabhängigkeit der Provinz teil.

    Die Unabhängigkeitserklärung war von den Separatisten im Baskenland und in Katalonien enthusiastisch begrüßt worden. Wie sie erklärten, wollen sie dem Beispiel der serbischen Provinz folgen.

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