03:06 16 Oktober 2018
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    Transnistrien-Präsident legt moldawischem Amtskollegen Enwurf von Freundschaftsvertrag vor

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    TIRASPOL, 10. April (RIA Novosti). Der Präsident der nicht anerkannten Republik Transnistrien (auf dem Territorium Moldawiens), Igor Smirnow, hat seinem moldawischen Amtskollegen Vladimir Voronin den Entwurf eines Vertrages über Freundschaft und Kooperation vorgelegt.

    Das Treffen der beiden Präsidenten fand am Freitag in Bendery (Transnistrien) statt, teilte Smirnows Pressedienst in Tiraspol mit. Smirnow zufolge standen auf der Tagesordnung zwei Fragen - der Freundschafts- und Kooperationsvertrag sowie die Abschaffung aller Schranken für den Güterverkehr und für menschliche Kontakte. "Der Vertrag allaein wäre in der Lage, im Grunde genommen alle Probleme zu lösen", sagte der transnistrische Republikchef.

    Beschlossen wurde, zuständige Arbeitsgruppen zu bilden. Transnistriens Außenminister Valeri Litkai wurde von Smirnow mit zusätzlichen Vollmachten zur Organisation der Tätigkeit dieser Arbeitsgruppen ausgestattet. Von der moldawischen Seite ist für diesen Bereich Re-Integrationsminister Vasile Sova zuständig.

    Nach dem Zerfall der Sowjetunion hatten einige Gebiete Moldawiens am linken Dnestr-Ufer die Moldawische Dnestrrepublik ausgerufen. Diesen Schritt führte Transnistrien auf Erklärungen einiger radikal gesinnter Politiker in Chisinau zurück, laut denen der Beitritt Moldawiens zu Rumänien nicht ausgeschlossen sei. Transnistrien wollte nicht rumänisiert werden.

    Die Behörden in Chisinau versuchten darauf, ihre Truppen in die Region zu verlegen, worauf ein monatelanger blutiger Konflikt entbrannte. Gegenwärtig wird der Frieden in der Konfliktzone von den Gemischten Friedenskräften erhalten, zu denen ein russisches, ein moldawisches und ein transnistrisches Bataillon gehören. Transnistrien arbeitet weiter auf die Anerkennung seiner Unabhängigkeit hin. Moldawien lehnt das ab und bietet der Region umfassendste Autonomierechte. Die Verhandlungen über die Beilegung des Konfliktes wurden im Februar 2006 abgebrochen. An den Gesprächen nahmen Moldawien, Transnistrien, Russland, die Ukraine und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sowie als Beobachter die Europäische Union (EU) und die USA teil. Zuletzt hatten sich die Präsidenten Smirnow und Voronin am 8. August 2001 getroffen.

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