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    Kosovo will in diesem Jahr bis zu 20 Botschaften im Ausland eröffnen

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    Die Behörden des Kosovos wollen in diesem Jahr bis zu 20 Botschaften im Ausland eröffnen. Das teilte der Vizeregierungschef des Kosovos, Hajredin Kuci, am Freitag Journalisten mit. Am 17. Februar dieses Jahres hatte Pristina einseitig seine Unabhängigkeit von Serbien proklamiert.

    BELGRAD, 11. April (RIA Novosti). Die Behörden des Kosovos wollen in diesem Jahr bis zu 20 Botschaften im Ausland eröffnen.

    Das teilte der Vizeregierungschef des Kosovos, Hajredin Kuci, am Freitag Journalisten mit. Am 17. Februar dieses Jahres hatte Pristina einseitig seine Unabhängigkeit von Serbien proklamiert. Darauf wurden die neue Staatsflagge und das Wappen bestätigt. In nächster Zeit wird auch die Hymne komponiert und die Verfassung in Kraft gesetzt. Bislang hatten 36 Länder das Kosovo anerkannt. Serbien, Russland, China, Indien, Spanien, Griechenland und mehrere andere Staaten, die die Unabhängigkeit der Provinz nicht anerkennen wollen, erklären, dass der einseitige Schritt des Kosovos nicht legitim ist und zu groben Verstößen gegen das Völkerrecht führt. Die Lösung des Problems des Kosovo-Status im UN-Sicherheitsrat war blockiert worden.

    "Wir planen, die Botschaften vor allem in Ländern zu eröffnen, die politischen Einfluss auf das Kosovo haben", sagte Kuci. Das seien die USA und Belgien. Darauf würden die Botschaften in Ländern eröffnet, die sicherheitspolitisch und ökonomisch für das Kosovo von großer Bedeutung seien, so in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Österreich, der Schweiz, Albanien und Kroatien. "Die Botschafter sollen in Übereinstimmung mit dem Gesetz über das Außenministerium gewählt werden", sagte Kuci. Indes ist das Außenamt in Pristina noch nicht gebildet.

    Im Kosovo selbst gibt es bislang nur drei Botschaften - Deutschlands, der Schweiz und der USA. Mehrere andere Länder, darunter auch Russland, haben in Pristina diplomatische Vertretungen.

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