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    Georgien plant keine militärische Konfrontation - Staatsminister

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    TIFLIS, 29. April (RIA Novosti). Laut dem georgischen Staatsminister für europäische Integration, Georgi Baramidse, plant sein Land keine militärische Konfrontation. Das berichtet die Nachrichtenagentur Novosti Grusia.

    Das Departement für Information und Presse des russischen Außenministeriums verlautbarte am Dienstag, Georgien transportiere Waffen, Schmiermittel, Lebensmittel und andere technische Ausrüstungen nach Oberabchasien und stationiere georgische Truppen in dieser Region.

    „Georgien plant keine militärische Konfrontation“, äußerte Baramidse vor der Presse.

    Parallel dazu beschuldigte das russische Verteidigungsministerium am Dienstag Georgien, die russischen Friedenskräfte in den nicht anerkannten Republiken Abchasien und Südossetien zu provozieren. Das Ministerium versicherte, streng und angemessen auf jegliche Versuche Georgiens, Gewalt gegen die Friedenskräfte und die russischen Bürger in diesen Regionen anzuwenden, zu antworten.

    Laut dem Ministerium hat die gegenwärtige Entwicklung der Ereignisse die Aufstockung des Friedenskontingents der russischen Streitkräfte in diesen Konfliktzonen notwendig gemacht,

    sagte der georgische Staatsminister.

    Der georgische Staatsminister äußerte dagegen: „Russland hat weder politisch noch rechtlich oder moralisch das Recht dazu, von Friedensoperationen zu sprechen, das ist alles Zynismus. Wir wollen jene Bemühungen fortsetzen, die wir in enger Zusammenarbeit mit unseren europäischen und amerikanischen Partnern begonnen haben.“

    Nach dem Zerfall der Sowjetunion verkündete Abchasien, das zur Georgischen Sozialistischen Sowjetrepublik gehörte, 1992 seine Unabhängigkeit. Im August desselben Jahres führte Georgien seine Truppen nach Abchasien ein, was einen blutigen Krieg auslöste.

    Der Sezessionskrieg dauerte etwas länger als ein Jahr. Infolge der Konfrontation büßte Georgien 1993 seine Kontrolle über Abchasien ein. Im Mai 1994 wurde ein Waffenstillstand vereinbart. Seitdem strebt Abchasien die Anerkennung seiner Souveränität an. Heute ist Abchasien de facto ein autonom agierender, jedoch international nicht anerkannter Staat. Tiflis bietet ihm umfassende Autonomierechte im Bestand Georgiens an. Bislang sichert ein aus russischen Soldaten bestehendes Friedenskontingent der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) die Einhaltung des Waffenstillstandes zwischen Georgiern und Abchasen.

    Südossetien gehörte zu Sowjetzeiten als autonomes Gebiet zu Georgien. Nach der Unabhängigkeit Georgiens 1991 entzog der erste georgische Präsident, Swiad Gamsachurdija, Südossetien den Autonomiestatus. Daraufhin erklärte sich die Republik für staatlich unabhängig. Nach einem bewaffneten Konflikt, der 1992 beendet wurde, verlor Georgien endgültig die Kontrolle über Südossetien. Bislang sichert ein aus russischen, georgischen und nordossetischen Soldaten bestehendes Friedenskontingent die Einhaltung des Waffenstillstandes in der Konfliktzone.

    Südossetien strebt die Anerkennung seiner Unabhängigkeit an, Georgien hält das Territorium für einen Bestandteil des Landes und bietet ihm jetzt eine umfassende Autonomie an.

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