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    Kaukasus-Konflikt: Russische Friedenstruppe in Abchasien um die Hälfte aufgestockt

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    Die zusätzlich nach Abchasien gesandten russischen GUS-Friedenssoldaten haben ihre Posten bezogen. Das teilte ein Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums RIA Novosti mit.

    MOSKAU, 03. Mai (RIA Novosti). Die zusätzlich nach Abchasien gesandten russischen GUS-Friedenssoldaten haben ihre Posten bezogen.

    Das teilte ein Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums RIA Novosti mit.

    Mit der Entsendung weiterer Soldaten in den georgisch-abchasischen Konfliktraum ist das 2000 Mann zählende Friedenskontingent um die Hälfte erhöht worden.

    Dem Sprecher zufolge sind bereits weitere Beobachtungsposten technisch ausgerüstet worden.

    Wie das russische Verteidigungsministerium am vergangenen Dienstag erklärt hatte, müssen wegen der Entwicklung in den Konfliktraum zusätzliche Truppen entsandt werden.

    Nach dem Zerfall der UdSSR hatte sich Abchasien für unabhängig erklärt. Im August 1992 schickte Tiflis Soldaten ins abtrünnige Abchasien, wo es zu blutigen Zusammenstößen kam. Der Konflikt endete am 30. August 1993 mit dem Ergebnis, dass Georgien praktisch die Kontrolle über Abchasien verlor. Seitdem arbeitet Suchumi beharrlich auf die Anerkennung seiner Unabhängigkeit hin, die bislang von keinem einzigen Staat akzeptiert wurde. Tiflis betrachtet Suchumi weiterhin als seinen Landesteil und bietet umfassende Autonomierechte an. Der Frieden im georgisch-abchasischen Konfliktraum wird von einer GUS-Friedenstruppe gesichert, die sich vorwiegend aus russischen Soldaten zusammensetzt. Die Verhandlungen über die Beilegung des Konflikts wurden 2006 abgebrochen.

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