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    Atomstreit mit Iran: UN-Vetomächte setzen auf Angebote statt neue Sanktionen

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    Beim Treffen der vermittelnden Sechser-Gruppe (UN-Vetomächte plus Deutschland) in London wurden keine neuen Sanktionen gegen Iran erörtert. Das teilte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Samstag in London mit.

    MOSKAU, 03. Mai (RIA Novosti). Beim Treffen der vermittelnden Sechser-Gruppe (UN-Vetomächte plus Deutschland) in London wurden keine neuen Sanktionen gegen Iran erörtert.

    Das teilte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Samstag in London mit.

    "Es war keine Rede von neuen Sanktionen, obwohl unsere amerikanischen Kollegen davon ausgehen, dass der Druck auf Iran unbedingt weiter ausgeübt werden muss", sagte Lawrow zu den Ergebnissen der Treffen über die Nahost-Regelung und den Atomstreit mit Iran.

    Wie der russische Außenminister sagte, wurde Iran bereits unter Druck gesetzt. In den vergangenen zwei Jahren wurden bereits drei Resolutionen des UN-Sicherheitsrats verabschiedet.

    "Sie sind nicht zahnlos, sie enthalten konkrete Schritte in Bezug auf bestimmte Einschränkungen für bestimmte Personen, die mit dieser Tätigkeit zu tun haben, die auf Bitte der IAEO eingestellt werden muss", sagte er.

    Lawrow zufolge beeinträchtigen diese zielgerichteten Maßnahmen nicht die iranische Zivilbevölkerung, beeinflussen jedoch die allgemeine Situation.

    Nach seinen Worten gilt es jetzt, positive Stimuli anzusetzen und Iran über die Vorteile aufzuklären, die es bekommen würde, sollte es der Aufnahme von Verhandlungen zustimmen und die Urananreicherung einstellen. Lawrow verwies zudem darauf, dass die Sechser-Gruppe Iran anbietet, die Urananreicherung nur für die Zeit der Verhandlungen einzustellen.

    "Das ist kein Ultimatum, sondern ein Vorschlag, es mal zu versuchen", betonte der russische Chefdiplomat. Ihm zufolge ist es ein sehr aufrichtiges Angebot, das Iran überdenken sollte.

    Lawrow teilte auch mit, dass in London "keine schlechten Ergänzungen zu jenen Vorschlägen, die die Sechser-Gruppe vor zwei Jahren gemacht hatte", angenommen wurden.

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