03:43 17 Dezember 2018
SNA Radio
    Politik

    Georgien wird Verlegung von Friedenstruppen nach Südossetien als Verletzung seiner Souveränität betrachten

    Politik
    Zum Kurzlink
    Konflikt zwischen Russland und Georgien (78)
    0 0 0

    Georgien wird eine Verlegung zusätzlicher Friedenssoldaten in die von Tiflis abtrünnige Region Südossetien als Verletzung seiner Souveränität betrachten.

    TIFLIS, 15. Mai (RIA Novosti). Georgien wird eine Verlegung zusätzlicher Friedenssoldaten in die von Tiflis abtrünnige Region Südossetien als Verletzung seiner Souveränität betrachten.

    Das erklärte Georgiens Außenministerin Jekaterina Tkeschelaschwili am Donnerstag in Tiflis. Sie nahm Stellung zu Meldungen, nach denen Russland das Friedenskontingent in Südossetien aufstocken könnte. "Sollte ein solcher Beschluss gefasst werden, wird er als eine grobe Verletzung der Souveränität und der territorialen Integrität Georgiens aufgefasst", sagte die Ministerin.

    "Die internationale Gemeinschaft hat ziemlich klare Erklärungen an die Adresse Russlands abgegeben und Moskau aufgerufen, keine Schritte zu unternehmen, die die ohnehin schon komplizierte Situation in den Konfliktzonen auf dem Territorium Georgiens noch mehr verschärfen könnten", so Tkeschelaschwili.

    Am 16. April hatte der damalige russische Präsident Wladimir Putin die Regierung in Moskau beauftragt, konkrete Hilfe für die Bevölkerung von Abchasien und Südossetien zu erweisen und direkte Kontakte zu deren faktischen Machtorganen in diesen Republiken aufzunehmen.

    Vor dem Zerfall der Sowjetunion hatte Südossetien den Status eines autonomen Gebietes im Staatsverband Georgiens. 1991 schaffte der erste georgische Präsident Swiad Gamsachurdia die Autonomie ab. Die südossetischen Behörden leisteten erbitterten bewaffneten Widerstand. Der Konlikt ging 1992, mit dem Verlust der Region für Tiflis zu Ende.

    Südossetien will seine Anerkennung durch andere Länder durchsetzen, während Georgien es weiterhin als sein Gebiet betrachtet. Der Frieden in der georgisch-ossetischen Konfliktzone wird von einem gemischten Friedenskontingent erhalten, zu dem ein russisches, ein georgisches und ein nordossetisches Bataillon gehören, jeweils 500 Mann. Das Hauptorgan für die Beilegung des Konflikts ist die so genannte Gemischte Kontrollkommission mit den Kovorsitzenden von Russland, Georgien, Nord- und Südossetien. In letzter Zeit bekundet Tiflis den Wunsch, aus diesem Format auszusteigen. Die anderen Teilnehmer der Verhandlungen sind dagegen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Konflikt zwischen Russland und Georgien (78)