01:06 23 Oktober 2018
SNA Radio
    Politik

    Russland plädiert für mehr Selbstverwaltung in Bosnien-Herzegowina

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0

    Russland hat sich für eine schnellstmögliche Aufgabe des Postens des Hohen Repräsentanten für Bosnien-Herzegowina und die Übergabe der Verwaltung von den internationalen Einrichtungen an die nationalen Behörden ausgesprochen.

    NEW YORK (UNO), 20. Mai (RIA Novosti). Russland hat sich für eine schnellstmögliche Aufgabe des Postens des Hohen Repräsentanten für Bosnien-Herzegowina und die Übergabe der Verwaltung von den internationalen Einrichtungen an die nationalen Behörden ausgesprochen.

    Wie der russische UN-Botschafter Vitali Tschurkin am Montag in einer Sitzung des Sicherheitsrats sagte, sind die wichtigsten Aufgaben des Dayton-Friedensabkommens gänzlich gelöst worden.

    Der Hohe Repräsentant für Bosnien-Herzegowina ist für einen großen Teil des Verwaltungssystems in diesem Land verantwortlich. Dieser Posten war entsprechend dem Dayton-Abkommen aus dem Jahr 1995 geschaffen worden, den derzeit der slowakische Diplomat Miroslav Lajcak bekleidet. Gleichzeitig ist er auch der EU-Sonderbeauftragte in Bosnien-Herzegowina, dessen Mandat am 30. Juni abläuft.

    "In dem bevorstehenden Zeitraum muss der Kurs auf die Übergabe der Verantwortung für das Schicksal des Landes von den internationalen Strukturen an die legitim gewählten bosnischen Behörden der Hauptimperativ bleiben. Wir halten es für notwendig, die schon längst herangereifte Realisierung der durchaus konkreten Kriterien in Angriff zu nehmen, die in diesem Februar vom Leitungskomitee des Rates für Erfüllung des Friedensabkommens festgelegt worden waren", so der russische UN-Botschafter.

    "Ihre Hauptausrichtung ist die Sicherung der Voraussetzung für den Abbau des Apparats des Hohen Vertreters und dessen Übergang in den Apparat des Sondervertreters der Europäischen Union", sagte Tschurkin. "Es ist vollkommen offensichtlich, dass die Situation in Bosnien-Herzegowina keinesfalls schlechter als in etlichen anderen Balkanstaaten ist, wo es keine Hohen Vertreter gibt", unterstrich er.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren