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    Israels Außenministerin lehnt Zeitplan für Friedensvertrag mit Palästinensern ab

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    TEL AVIV, 20. Mai (RIA Novosti). Israels Außenministerin Tzipi Livni zweifelt an der Möglichkeit, ein Friedensabkommen mit den Palästinensern in diesem Jahr zu erzielen.

    "Der Termin für die Durchsetzung eines Abkommens ist zwar wichtig, noch wichtiger ist aber der Inhalt des Dokuments", zitiert die Zeitung "Haaretz" die Außenministerin. "Ein fester Zeitrahmen würde Erwartungen, Enttäuschungen und Gewalt provozieren."

    "Wie uns die Vergangenheit lehrt, brauchen die Seiten Raum und Zeit für ihre Vereinbarungen", fügte Livni hinzu. "Außerdem wissen wir, dass die Abkommen, die nicht klar genug sind, einen Konflikt nur verlängern und keinesfalls zu dessen Beendigung führen."

    Livni leitet die israelische Delegation bei den Verhandlungen mit den Palästinensern und gilt als eine der wahrscheinlichsten Nachfolgerinnen von Premier Ehud Olmert, sollte dieser angesichts der gegen ihn erhobenen Korruptionsbeschuldigungen zurücktreten.

    Israel und die Palästinensische Autonomiebehörde hatten nach der Nahostkonferenz im amerikanischen Annapolis im November ihre Friedensverhandlungen aufgenommen und dabei versprochen, maximale Anstrengungen zu unternehmen, um ein Abkommen über die endgültige Regelung des Konflikts bis Ende dieses Jahres durchzusetzen.

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