14:55 22 Juli 2018
SNA Radio
    Politik

    Transnistrien-Konflikt: Russland warnt vor Einmischung

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0

    Trotz fehlender Lösungsfortschritte sollen sich äußere Kräfte laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow aus dem Transnistrien-Konflikt raushalten.

    MOSKAU, 20. Mai (RIA Novosti). Trotz fehlender Lösungsfortschritte sollen sich äußere Kräfte laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow aus dem Transnistrien-Konflikt raushalten.

    "Wir mischen uns nicht in diesen Konflikt ein, sondern wir nutzen die Beziehungen mit Chisinau und Tiraspol, um die Verhandlungen zwischen ihnen wiederzubeleben", sagte Lawrow am Dienstag in der Staatsduma (Unterhaus des russischen Parlaments). Ihm zufolge sollen sich auch andere Vermittler und Beobachter nicht in den Regelungsprozess einmischen, sondern beiden Parteien zu Direktverhandlungen verhelfen.

    Laut Lawrow sieht Moskau die Notwendigkeit ein, die Vorgehensweisen der anderen Akteure zu berücksichtigen. "Aber diese Vorgehensweisen sollen ebenso wie unsere eigenen Handlungen nicht egoistisch sein, sondern auf die Regelung abzielen."

    Transnistrien ist der östlich des Dnjestrs gelegene Teil Moldawiens. Nach der Unabhängigkeit Moldawiens 1991 erklärte auch das mehrheitlich von Russen und Ukrainern bewohnte Transnistrien seine Unabhängigkeit. Der Streit mit der moldawischen Zentralregierung mündete 1992 in einen Krieg, der nur durch Vermittlung Russlands beendet werden konnte.

    Heute ist Transnistrien (offiziell "Transnistrische Moldawische Republik") de facto ein autonom agierender, international nicht anerkannter Staat innerhalb der völkerrechtlich anerkannten Grenzen Moldawiens. Internationale Friedenskräfte sichern seit 1992 den Waffenstillstand in der Region. Zurzeit bestehen sie aus gemeinsamen Truppenkontingenten Russlands, Moldawiens und Transnistriens.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren