13:02 22 Juli 2018
SNA Radio
    Politik

    Russische Presse: Geplante Protestaktion gegen Anstieg von Posttarifen nicht mehr nötig

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 01
    MOSKAU, 20. Mai (RIA Novosti). Nach entgegenkommenden Schritten der Behörden verzichten die größten russischen Zeitungen auf ihre für den Mittwoch geplante Protestaktion gegen die gestiegenen Posttarife, die zu einer unvertretbaren Abonnementsverteuerung geführt hatten.

    In den größten russischen Zeitungen wird es am Mittwoch keine leeren Seiten geben, sagte der Chefredakteur der Wochenschrift „Argumenty i fakty“, Nikolai Sjatkow, am Dienstag zu RIA Novosti.

    Im Namen der meisten russischen Printmedien sowie der russischen Bürger, die angesichts der gestiegenen Tarife auf ein Zeitungsabonnement verzichten mussten, war ein Brief an Präsident Dmitri Medwedew mit Vorschlägen zur Preisregulierung gerichtet worden.

    Die geplante Anhebung der Tarife (in einigen Regionen um 100 Prozent) würde nach Ansicht der Veranstalter der Aktion "zum Verschwinden der Institution des Zeitungsabonnements in Russland und faktisch zur Zerstörung des einheitlichen Informationsraums unseres Landes führen", heißt es im Schreiben.

    Auf den leeren Titelseiten sollten am Mittwoch nur zwei Sätze stehen: "Die Pressefreiheit lässt sich mit verschiedenen Mitteln abwürgen. Beispielsweise mit einer radikalen Anhebung der Abo-Tarife."

    „Bei der Vorbereitung der Aktion hatten wir geschrieben, dass die Führung darüber informiert wird. Dies hat bereits seine Wirkung getan und alle Personen, die mit der gegenwärtigen schlechten Situation mit dem Abonnieren zu tun haben, beschließen jetzt im Schnellverfahren geeignete Maßnahmen. Daher wird von der Aktion abgesehen, das heißt, es wird morgen keine leeren Zeitungsseiten geben“, sagte Sjatkow.

    Der Chefredakteur der „Komsomolskaja Prawda“, Wladimir Sungorkin, bestätigte, dass es in der Zeitungsausgabe keine leeren Seiten geben werde.

    „Wir hatten faktisch ohne jede Aktion die Ziele erreicht, die wir uns gestellt hatten: Die Aufmerksamkeit auf uns ziehen und die Situation verschärfen…“, sagte Sungorkin zu RIA Novosti.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren