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    Südossetische Führung schätzt Appell Nordossetiens nach Wiedervereinigung hoch ein

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    MOSKAU, 20. Mai (RIA Novosti). Die Fürhung der von Georgien abtrünnigen Region Südossetien hat den jüngsten Appell des Präsidenten der russischen Teilrepublik Nordossetien, Tajmuras Mamsurow, an andere Länder hoch eingeschätzt.

    Das sagte der bevollmächtigte Vertreter von Südossetien in Russland, Dmitri Medojew, am Dienstag in Moskau. Mamsurow hatte am selben Tag bei der Präsentation seiner Republik im russischen Außenministerium die Regierungen anderer Länder gebeten, dem ossetischen Volk bei der Wiedervereinigung zu helfen.

    Das ossetische Volk war im Jahr 1922 auf einen Beschluss des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei hin geteilt worden. Nordossetien wurde als ein autonomes Gebiet in den Staatsverband der Russischen Föderation aufgenommen, während Südossetien Teil der Georgischen Sozialistischen Sowjetrepublik wurde. Die Teilung erfolgte gegen den Willen des ossetischen Volkes.

    "Der Appel des nordossetischen Republikchefs wurde von uns überaus positiv aufgenommen", fuhr Medojew fort. In Ländern Europas mangelt es an Informationen über die Ossetien als Ganzes und über Probleme des geteilten ossetischen Volkes. Eben deshalb ist der Appell an ausländische Botschafter von überaus großer Bedeutung... Mamsurow hat die russische und die internationale Öffentlichkeit ein weiteres Mal daran erinnert, dass das Problem des geteilten ossetischen Volkes nicht vom Tisch sein wird, bis wir uns wiedervereinigt haben", sagte der Vertreter der international nicht anerkannten Republik.

    "Das ossetische Volk hat auch in der Sowjetzeit seinen Kampf um die Wiedervereinigung nie aufgegeben. Dafür wurden hunderte Osseten in Arbeitslager geschickt. Mehr als sieben Jahrzehnte Aufenthalt von Südossetien im Staatsverband Georgiens haben den südlichen Teil Ossetiens an den Rand einer Katastrophe gebracht. Die demographische Lage hat sich drastisch verschlechtert. Hatten die beiden Teile Ossetiens im Jahr 1922 etwa die gleiche Bevölkerungszahl, so hat sich die Zahl der Einwohner in Nordossetien zu Beginn der 1990er Jahre auf knapp 600 000 versechtfacht, während die Bevölkerungszahl in Südossetien mit 100 000 unverändert blieb", sagte der Diplomat.

    Am 16. April 2008 hatte Präsident Wladimir Putin die Regierung in Moskau beauftragt, konkrete Hilfe für die Bevölkerung von Abchasien und Südossetien zu erweisen und direkte Kontakte zu deren faktischen Machtorganen aufzunehmen.

    Vor dem Zerfall der Sowjetunion hatte Südossetien den Status eines autonomen Gebietes im Staatsverband Georgiens. 1991 schaffte der erste georgische Präsident Swiad Gamsachurdia die Autonomie ab. Die südossetischen Behörden leisteten erbitterten bewaffneten Widerstand. Der Konlikt ging 1992 mit dem Verlust der Region für Tiflis zu Ende.

    Südossetien will seine Anerkennung durch andere Länder durchsetzen, während Georgien es weiterhin als sein Gebiet betrachtet. Der Frieden in der georgisch-ossetischen Konfliktzone wird von einem gemischten Friedenskontingent erhalten, zu dem ein russisches, ein georgisches und ein nordossetisches Bataillon gehören, jeweils 500 Mann. Das Hauptorgan für die Beilegung des Konflikts ist die so genannte Gemischte Kontrollkommission mit den Kovorsitzenden von Russland, Georgien, Nord- und Südossetien. In letzter Zeit bekundet Tiflis den Wunsch, aus diesem Format auszusteigen. Die anderen Teilnehmer der Verhandlungen sind dagegen.

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