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    Vorzeitige Haftentlassung von Ex-Ölmagnat Chodorkowski möglich

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    Sollte die russische Duma (Parlamentsunterhaus) einer neuen Gesetzesänderung zustimmen, kann der wegen Steuerhinterziehung zu neun Jahren Haft verurteilte ehemalige Chef des bankrotten Ölkonzerns Yukos, Michail Chodorkowski, bereits 2009 auf freien Fuß gesetzt werden.

    MOSKAU, 24. Juni (RIA Novosti). Sollte die russische Duma (Parlamentsunterhaus) einer neuen Gesetzesänderung zustimmen, kann der wegen Steuerhinterziehung zu neun Jahren Haft verurteilte ehemalige Chef des bankrotten Ölkonzerns Yukos, Michail Chodorkowski, bereits 2009 auf freien Fuß gesetzt werden.

    Das berichtete die Zeitung "Wedomosti" vom Dienstag.

    Rund 50 000 Häftlinge könnten die Freiheitsentzugsanstalten verlassen, falls die Duma der Gesetzesänderung zustimme, die vom Vorsitzenden des Unterhausausschusses für Gesetzgebung, Pawel Krascheninnikow, vorgeschlagen wurde, hieß es.

    Nach Angaben der Vollzugsbehörde saßen zu Anfang Juni 894 000 Menschen hinter Gittern in Russland.

    Krascheninnikow schlägt vor, jeden Tag in U-Haft als anderthalb Tage anzurechnen, falls der Angeklagte zum Freiheitsentzug mit milden Haftbedingungen verurteilt wird bzw. in einer Jugendstrafanstalt landet.

    Nur diejenigen, die wegen schwerer Delikte verschärfte Haftbedingungen hätten, dürften mit keinen Vergünstigungen rechnen, so der Abgeordnete.

    Dieser Vorschlag wird von der Vollzugsbehörde unterstützt, die die Zahl der wegen kleiner Verbrechen Verurteilten reduzieren möchte.

    Die Gesetzesänderung kann auch Chodorkowski betreffen, der in einer Anstalt mit gelockerten Haftbedingungen absitzt. Er hatte über drei Jahre und sechs Monate in der U-Haft verbracht. Wird er im zweiten Strafverfahren, das gegen ihn mittlerweile eingeleitet wurde, freigesprochen, so läuft seine Haftzeit im kommenden Jahr ab, schreibt die Zeitung.

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