01:23 17 Dezember 2017
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    G8-Gipfel: Japans Premier unterbreitet Plan zum Bremsen des Klimawandels

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    TOKIO, 24. Juni (RIA Novosti). Japans Premier Yasuo Fukuda will beim G8-Gipfel, der vom 7. bis 9. Juli in Toya auf der nordjapanischen Insel Hokkaido stattfindet, seinen Amtskollegen einen Plan zur Verhinderung der globalen Klimaerwärmung unterbreiten.

    Das teilte der japanische Außenminister Mosahiko Komura am Dienstag mit.

    Komura legte im Klub für ausländische Berichterstatter in Tokio die wichtigsten Punkte der "Fukuda-Vision" dar.

    Beim Gipfeltreffen auf Hokkaido sollen die während des vorangegangen G8-Gipfels in Heiligendamm entwickelten Pläne weiter vorangebracht werden. Der Fukuda-Plan ergebe sich unmittelbar aus den Übereinkünften, die 2007 in Deutschland geschlossen worden waren, sagte Komura.

    Das vom japanischen Premier proklamierte langfristige Hauptziel läuft darauf hinaus, bis 2050 die Treibhausgasemission um 50 bis 80 Prozent gegenüber den Richtwerten für 2010 zu reduzieren.

    Laut Plan sollen alle Teilnehmerstaaten mittelfristig konkrete Verpflichtungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen für die Jahren 2008 bis 2012 übernehmen, um den Prozess der globalen Klimaerwärmung zu bremsen: Die Emissionen sollen von Japan um sechs, von den USA um sieben und von den EU-Ländern um acht Prozent verringert werden.

    Für die Umsetzung dieser Pläne schlägt Japan ein so genanntes sektorgebundenes Herangehen vor. Der Plan beinhaltet die Reduzierung der Emissionen in denjenigen Bereichen, die für das jeweilige Land besonders geeignet sind, z.B. eine Steigerung der Energieeffizienz in der Produktion oder Einführung neuer Industrietechnologien.

    Laut Komura wird der Premier auch die Bereitschaft Japans bekunden, sich den Teilnehmern des Geberfonds anzuschließen, um die Entwicklungsländer bei ihrer Umstellung auf ein neues Wirtschaftsmodell zu unterstützen. Japan ist bereit, 1,2 Milliarden US-Dollar in diesen Fonds einzuzahlen.

    Darauf eingehend, wie die gestellten Ziele erreicht werden sollen, verwies der Außenminister auf "die Notwendigkeit, wissenschaftliche Forschungen im Bereich der umweltschonenden Energiewirtschaft zu fördern".

    Komura hob ferner die Notwendigkeit hervor, die Abhängigkeit der Energieversorgung von Steinkohlekraftwerken zu verringern und auf die Nutzung natürlicher Energiequellen, wie z.B. Biobrennstoffe oder Solarenergie, überzugehen.

    Wie Fukuda in der vergangenen Woche in Tokio geäußert hatte, werden beim Gipfeltreffen keine definitiven Lösungen für den Abbau der Treibhausgasemissionen getroffen, weil dies ein Prärogativ der UNO sei.