15:49 16 Dezember 2017
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    Präsidenten von Russland und Armenien besprechen Regelung des Nagorny-Karabach-Konfliktes

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    MOSKAU, 24. Juni (RIA Novosti). Der russische Präsident Dmitri Medwedew und der armenische Präsident Sersch Sarkissjan besprechen am Dienstag während ihres Treffens die Regelung des Nagorny-Karabach-Konfliktes.

    Sarkissjan war am Vortag zu einem offiziellen Besuch in Russland eingetroffen.

    "Die prinzipielle Stellung von Russland bleibt unverändert. Wir wollen beiden Seiten auch weiter helfen, eine gegenseitig annehmbare Lösung zu finden", sagte ein Kreml-Sprecher.

    Russland ist neben Frankreich und den USA einer der Kovorsitzenden der Minsker OSZE-Gruppe für die Beilegung der Karabach-Krise.

    Es ist weiterhin geplant, dass die Staatschefs von Armenien und Russland auch ihre Meinungen zu internationalen Problemen austauschen. "Es wird die Wichtigkeit einer engen Koordinierung der außenpolitischen Handlungen sowohl auf bilateraler als auch auf multilateraler Basis hervorgehoben", sagte der Kreml-Vertreter.

    Die Region Nagorny-Karabach war bis Ende der 80er Jahre ein Autonomes Gebiet im Bestand von Aserbaidschan gewesen. Danach erklärten die dortigen Gesetzgeber die vorwiegend von Armeniern besiedelte Region für unabhängig.

    Dies führte zu einem Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, wonach Karabach de facto selbstständig wurde, während die an diese Region angrenzenden Bezirke Aserbaidschan entzogen und zur "Sicherheitszone" erklärt wurden.

    Während des Konfliktes kamen rund 15 000 Menschen ums Leben. Etwa eine Million Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

    Am 12. Mai 1994 wurde in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet, das bis jetzt eingehalten wird.

    Seit 1992 werden Verhandlungen zur friedlichen Regelung des Konfliktes um Nagorny-Karabach im Rahmen der Minsker OSZE-Gruppe geführt, deren Kovorsitzenden Russland, die USA und Frankreich sind.

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