22:43 17 Dezember 2017
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    PACE bereitet Bericht zu Denkmal-Konflikt vor

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    STRASSBURG, 24. Juni (RIA Novosti). Die Politische Kommission der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE) will zum Beginn ihrer Herbsttagung einen Bericht über diejenigen Denkmäler vorbereiten, die "von einzelnen PACE-Mitgliedsländern unterschiedlich ausgelegt werden".

    Das teilte Konstantin Kossatschow, Leiter der russischen Delegation in der PACE und Chef des auswärtigen Ausschusses der Staatsduma, in einem RIA-Novosti-Gespräch mit.

    Die Ausarbeitung eines solchen Dokuments war von russischer Seite nach den Ereignissen im April vergangenen Jahres in Tallinn angeregt worden. Damals wurden sowjetische Soldatengräber im Zentrum der estnischen Hauptstadt von den Behörden ausgehoben und ein Denkmal für die sowjetischen Befreiungssoldaten aus dem Stadtkern in den Tallinner Militärfriedhof verlegt.

    Diese Schritte lösten Massenunruhen in Estland hervor, bei denen ein russischer Staatsbürger ums Leben kam. Russland protestierte auch auf offizieller Ebene gegen die Verlegung des Denkmals.

    Wie Kossatschow weiter ausführte, sollen die Behörden der Länder, die solche Aktionen planen, laut dem Entwurf des Dokuments in Zukunft "ihre Beschlüsse ausgehend vom Respekt vor den Gefallenen fassen". "Diese Beschlüsse müssen außerdem von einer maximalen Mehrheit der Bevölkerung angenommen werden." Vor etwaigen Handlungen, die die sterblichen Überreste auf den Friedhöfen betreffen, sei auch die Rücksprache mit Verwandten der Beigesetzten - soweit solche vorhanden sind - vorgesehen.

    Wenn sich die PACE früher mit dieser Problematik befasst hätte, so "hätten wir die bekannten Ereignisse in Estland verhindern können", fügte Kossatschow hinzu.

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