12:06 18 Dezember 2017
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    Moskauer Oberbürgermeister zieht Zugehörigkeit von Sewastopol zu Ukraine wieder in Zweifel

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    Trotz der Übergabe der ursprünglich zu Russland gehörenden Halbinsel Krim 1954 an die Ukraine ist die Hafenstadt Sewastopol selbst nie an die Ukraine übertragen worden.

    DUSCHANBE, 24. Juni (RIA Novosti). Trotz der Übergabe der ursprünglich zu Russland gehörenden Halbinsel Krim 1954 an die Ukraine ist die Hafenstadt Sewastopol selbst nie an die Ukraine übertragen worden.

    Das sagte der russische Oberbürgermeister Juri Luschkow am Dienstag in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe.

    Er habe alle historischen Unterlagen studiert und sei zu dem Schluss gelangt, dass Sewastopol nie an die Ukraine übergeben worden war. Der besondere Status von Sewastopol sowie die dortige Präsenz der russischen Schwarzmeer-Flotte sichere das Kräftegleichgewicht an der südwestlichen Flanke Russlands, führte Luschkow aus. Russland bedrohe niemanden und wolle keinen Krieg, "sondern wir wollen Frieden und Stabilität."

    Während der Feierlichkeiten anlässlich des 225. Jahrestages der in Sewastopol stationierten russischen Schwarzmeerflotte in diesem Mai äußerte Luschkow, dass die Frage der Staatszugehörigkeit dieser Hafenstadt offen bleibe. Am Tag darauf hat der ukrainische Sicherheitsdienst Luschkow die weitere Einreise in die Ukraine verboten. Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko beauftragte die Regierung, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der eine Verlängerung des Aufenthalts der russischen Marine in Sewastopol ab 2017 verhindern soll.

    Die Halbinsel Krim, die ursprünglich zur Russischen Föderation gehört hatte, war in der Regierungszeit von Nikita Chruschtschow 1954 symbolisch an die Ukraine übertragen worden. Die vor mehr als 220 Jahren als russischer Marinestützpunkt gegründete Stadt Sewastopol war zu Sowjetzeiten Heimathafen der sowjetischen Schwarzmeerflotte. Nach dem Untergang der Sowjetunion 1991 wurde die Flotte zwischen Russland und der Ukraine aufgeteilt.

    Heute ist in Sewastopol sowohl die russische als auch die ukrainische Schwarzmeerflotte stationiert. Nach einem bilateralen Vertrag darf die russische Schwarzmeerflotte noch bis 2017 in Sewastopol bleiben. Der Vertrag beinhaltet die Möglichkeit einer automatischen Verlängerung, doch die Ukraine lehnt jegliche Verlängerungen ab.

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