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    Russland: Korruption und hohe Steuern behindern Wirtschaftsentwicklung

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    MOSKAU, 24. Juni (RIA Novosti). Die russische Bevölkerung hält Korruption und hohe Steuern für die Haupthindernisse für die Entwicklung der Wirtschaft des Landes. Das geht aus einer Umfrage der Stiftung "Öffentliche Meinung" hervor, deren Ergebnisse am Dienstag veröffentlicht wurden.

    Wie es heißt, halten 19,7 Prozent der Befragten Korruption unter den Beamten für das größte Hindernis für die Entwicklung der Klein- und Mittelstandsunternehmen. 17,9 Prozent sind der Ansicht, dass die hohen Steuern schuld daran sind.

    9,5 Prozent beschweren sich in diesem Zusammenhang in erster Linie über die hohen Preise für Mieten und Strom. 26,9 Prozent der Interviewten waren diesbezüglich unentschlossen.

    Die Reform der Gesetzgebung im Bereich der Geschäftsführung stößt laut der Stiftung auf große Unterstützung bei verschiedenen Bevölkerungsschichten.

    In Bezug auf Strafverfahren gegen kleine und mittelständische Unternehmer äußerten 23,7 Prozent, dass diese auf Widersprüche in den russischen Gesetzen hervorgerufen sind. 15,3 Prozent machen Erpressung seitens der Rechtsschutzorgane dafür verantwortlich und 12,5 Prozent verwiesen auf die Nichtachtung der Gesetze durch die Unternehmer. 31 Prozent konnten keinen konkreten Grund für die Anstrengung von Strafverfahren gegen Unternehmer nennen.

    Die Stiftung kam zu dem Schluss, dass die meisten Russen für eine Verschärfung der Strafmaßnahmen für Beamte sind, um die Korruption im Land zu beseitigen. Es wurde unter anderem auch vorgeschlagen, die Gesetze zu vervollkommnen und den Beamtenstab zu verringern.

    Ganze acht Prozent halten es für sinnlos, gegen die Korruption vorzugehen.

    Aus der Umfrage ging zudem hervor, dass die russischen Unternehmer viele Ideen für eine Verbesserung ihrer Lage haben, die jedoch beim Staat bislang keinen Anklang fanden. Außerdem sei die Klein- und Mittelstandsunternehmen nicht vereinigt und es gebe im Land keine Organisation für den Schutz der Rechte der Geschäftsleute.

    An der im Juni durchgeführten Umfrage beteiligten sich 1536 Bürger in 44 russischen Regionen.

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