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    Iran erklärt sich bereit, über die Wiedereröffnung der US-Botschaft nachzudenken - MEHR

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    Iran ist bereit, nach knapp 30 Jahren die Möglichkeit einer Wiedereröffnung der US-amerikanischen Botschaft in Teheran zu prüfen, wenn die USA eine entsprechende offizielle Anfrage vorlegen sollten.

    TEHERAN, 24. Juni (RIA Novosti). Iran ist bereit, nach knapp 30 Jahren die Möglichkeit einer Wiedereröffnung der US-amerikanischen Botschaft in Teheran zu prüfen, wenn die USA eine entsprechende offizielle Anfrage vorlegen sollten.

    Das sagte ein nicht namentlich genannter Sprecher im iranischen Außenministerium am Dienstag der amtlichen Nachrichtenagentur IRNA.

    Im November 1979 hatten militante Iraner die US-Botschaft in Teheran besetzt und das Botschaftspersonal als Geiseln genommen. Dies führte zu einem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Staaten.

    Unlängst meldete die Agentur AP mit Hinweis auf US-Offizielle, dass Washington fast 30 Jahre nach der Besetzung der Botschaft eine Wiedereröffnung der diplomatischen Vertretung in Iran in Erwägung ziehe.

    "Solche Informationen werden nur von Medien verbreitet", kommentierte der Sprecher des iranischen Außenamtes. "Es ist unklar, von welchen Motiven sie sich dabei leiten lassen."

    Trotz des andauernden Streits um das iranische Atomprogramm und der anhaltenden Spannungen zwischen Washington und Teheran will die US-Administration nach Angaben amerikanischer Medien eine Vertretung ("Sektion der Interessen") in Teheran einrichten wie sie bereits in der kubanischen Hauptstadt Havanna besteht. Eine solche Vertretung solle den USA helfen, ohne Zustimmung der iranischen Regierung direkte Kontakte mit iranischen Jugendlichen, Studenten und Regierungskritikern zu knüpfen.

    US-Außenministerin Condoleezza Rice hat Medienberichte über eine mögliche Wiedereröffnung der Botschaft in Teheran weder bestätigt noch zurückgewiesen.

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