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    Russland will Kurilen-Streit auf G8-Gipfel in Japan nicht thematisieren

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    G8-Gipfel in Japan (26)
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    MOSKAU, 02. Juli (RIA Novosti). Eine Woche vor dem G8-Gipfel in Japan warnt Russland japanische Politiker und gesellschaftliche Organisationen, den andauernden Gebietsstreit um die Kurilen-Inseln zu thematisieren.

    "Wir halten eine solche Debatte um so mehr für unkorrekt, da Japan G8-Vorsitzland ist", sagte ein Sprecher des russischen Außenministerium am Mittwoch RIA Novosti. Nach seinen Worten versuchen verschiedene gesellschaftliche Organisationen in Japan mit Blick auf den G8-Gipfel und unter Vorschubleistung der Behörden den Streit um die Kurilen-Inseln zu thematisieren. Russland betrachte den Gebietsstreit als eine bilaterale Angelegenheit, die keine Beziehung zum G8-Gipfel hat.

    Die Beziehungen zwischen Russland und Japan sind seit Jahrzehnten vom Streit um die Kurilen-Inseln überschattet, die nach dem Zweiten Weltkrieg an die Sowjetunion gefallen waren.

    Japan hält die südlichen Inseln Iturup, Kunaschir, Schikotan und die Inselgruppe Habomai für unrechtmäßig besetzt und fordert deren Rückgabe. Der Streit behindert bis heute den Abschluss eines offiziellen Friedensvertrags zwischen Moskau und Tokio. Stattdessen unterzeichneten beide Staaten 1956 eine gemeinsame Deklaration, die den Kriegszustand beendete.

    Diese Woche hatte die japanische Botschaft in Msokau versichert, der Gebietsstreit würde auf dem G8-Gipfel auf Hokkaido nicht zur Sprache kommen.

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