03:18 20 April 2018
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    Nach Treffen mit Bush: Medwedew erkennt keine Fortschritte bei Raketenabwehr-Streit

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    TOYAKO (Hokkaido, Japan), 07. Juli (RIA Novosti). Russlands Präsident Dmitri Medwedew erkennt keine realen Fortschritte bei der Lösung des Streits um die Stationierung von Teilen der US-Raketenabwehr (ABM-System) in Europa.

    Das erklärte Sergej Prichodko, Assistent des russischen Präsidenten, am Montag nach einem Treffen zwischen Medwedew und US-Präsident George W. Bush am Rande des G8-Gipfels in Japan.

    "Die Arbeitskontakte zu dieser Problematik werden zwar fortgesetzt, der Präsident stellte aber fest, dass es keine realen Fortschritte gibt", betonte Prichodko. "Zahlreiche viel versprechende Ideen, die wir auf hoher politischen Ebene hören, werden faktisch nicht umgesetzt. Bislang ist es uns nicht völlig klar, wie die uns angebotenen Transparenzmaßnahmen realisiert werden."

    "Obwohl es uns nicht gelungen ist, zur ABM-Problematik gemeinsame Lösungen zu finden, haben wir dennoch die Einstellung der US-Administration auf die Fortsetzung eines entsprechenden Dialogs gespürt", räumte Prichodko ein. "Wir werden das weiter verfolgen."

    Die USA haben vor, zehn Abfangraketen in Polen und eine Radaranlage in Tschechien zu stationieren, die vor der eventuellen Bedrohung seitens Iran schützen sollen. Russland befürchtet indes, dass diese Systeme seine Sicherheit gefährden könnten.