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    Terror in Abchasien: Georgischer Geheimdienst soll Drahtzieher sein

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    Die Bombenexplosion am Sonntagabend in der abchasischen Kreisstadt Gali wird vom Chef des Staatssicherheitsdienstes der nicht anerkannten Republik, Juri Aschuba, als eine Terroraktion seitens Georgiens bewertet.

    SUCHUMI, 07. Juli (RIA Novosti). Die Bombenexplosion am Sonntagabend in der abchasischen Kreisstadt Gali wird vom Chef des Staatssicherheitsdienstes der nicht anerkannten Republik, Juri Aschuba, als eine Terroraktion seitens Georgiens bewertet.

    "Das Geschehene in Gal (abchasischer Name der Stadt) ist nichts anderes als ein Terrorakt. Er war gegen die in diesem Rayon tätigen Angehörigen des Sicherheitsdienstes (Abchasiens) gerichtet. Die Beteiligung der georgischen Geheimdienste an diesem Verbrechen ist offensichtlich", sagte Aschuba am Montag zu RIA Novosti.

    In der an Georgien angrenzenden Stadt Gali war in einem Café um 22.50 Uhr am Sonntag ein Sprengkörper explodiert. Dabei wurden der amtierende Abteilungschef des abchasischen Sicherheitsdienstes, Dschansuch Muratija, und eine Frau getötet. Acht Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Unter den Betroffenen befand sich auch der Dolmetscher der UN-Mission, Achra Lagwilawa.

    Nach dem Zerfall der UdSSR hatte sich Abchasien, das bis dahin zur Sowjetrepublik Georgien gehört hatte, für unabhängig erklärt. Georgien schickte im August 1992 seine Truppen nach Abchasien, die auf bewaffneten Widerstand stießen. Der Konflikt, bei dem Georgien letztendlich die Kontrolle über Abchasien verloren hat, ging im September 1993 zu Ende.

    Seitdem strebt Abchasien die Anerkennung seiner Unabhängigkeit an, die bisher von keinem Staat akzeptiert wurde. Georgien betrachtet Abchasien weiterhin als seinen Landesteil und bietet Suchumi umfassende Autonomierechte an.

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