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    Serbiens Führung strebt Festigung der Beziehungen zu Russland an

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    Zum Aufgabenkreis des zu bildenden Ministerkabinetts von Serbien gehört der Ausbau der Beziehungen zu Russland in Politik und Wirtschaft, insbesondere bei diplomatischen Bemühungen um Kosovo und im Energiebereich.

    BELGRAD, 07. Juli (RIA Novosti). Zum Aufgabenkreis des zu bildenden Ministerkabinetts von Serbien gehört der Ausbau der Beziehungen zu Russland in Politik und Wirtschaft, insbesondere bei diplomatischen Bemühungen um Kosovo und im Energiebereich.

    Das sagte der designierte Regierungschef, Mirko Cvetkovic, am Montag im Parlament bei Vorstellung seines Programms.

    "Eine der vorrangigen Richtungen der Arbeit der neuen Regierung Serbiens ist die Ausweitung der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zur Russischen Föderation. In diesem Sinne wird die Ratifizierung des Gasabkommens mit Gazprom durch die serbische Skupstina eine der ersten Gesetzesinitiativen", sagte Cvetkovic zur Begründung des Handlungsprogramms der künftigen Regierung.

    Russland und Serbien hatten am 24. Januar ein Energieabkommen im Erdöl- und Erdgasbereich unterzeichnet, das den gemeinsamen Bau eines 400 Kilometer langen Abschnittes der russischen Gaspipeline auf serbischem Territorium im Rahmen des South-Stream-Projektes sowie den Bau des unterirdischen Gasspeichers Banatski Dvor vorsieht. Am selben Tag wurde ein Protokoll zum Verkauf des Kombinates NIS (Naftna Industrija Srbije) unterzeichnet.

    Da das Abkommen noch nicht ratifiziert ist, werden die diesbezüglichen Arbeiten nicht im vollen Umfang geleistet. Die Gazprom-Leitung und die russischen Behörden hatten wiederholt Besorgnis über die verzögerte Ratifizierung des Erdöl- und Erdgasvorkommens geäußert.

    Wie Cvetkovic äußerte, will Serbien Russland eine Ausweitung des zollfreien Warenaustausches anbieten und weiterhin russische Investitionen in Infrastruktur- und sonstige Projekte in Serbien mobilisieren.

    Zudem werde die künftige Regierung die enge Zusammenarbeit mit Russland "bei der Umsetzung der diplomatischen Initiativen zur Erhaltung von Kosovo und Metohien im Bestand von Serbien" fortsetzen, sagte Cvetkovic.

    Es wird erwartet, dass die Abgeordneten am Montag für das neue Ministerkabinett unter Leitung des bisherigen Finanzminister Cvetkovic stimmen werden. Dafür sind 126 der insgesamt 250 Abgeordnetenstimmen erforderlich.

    Die frühere Regierung von Vojislav Kostunica legt ihre Vollmachten nieder. Das neue Ministerkabinett wird unter Bedingungen einer politischen Krise gebildet, die nach der einseitigen Proklamierung der Unabhängigkeit des Kosovo sowie nach den vorzeitigen Parlamentswahlen vom 11. Mai ausgebrochen war.

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