05:10 22 April 2018
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    Abchasiens Sicherheitsrat beschließt Maßnahmen gegen Terrorgruppen aus Georgien

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    SUCHUMI, 07. Juli (RIA Novosti). Die Mitglieder des Sicherheitsrates Abchasiens haben am Montag Maßnahmen erörtert, die das Eindringen von Terrorgruppen aus Georgien in den Rayon Gali verhindern sollen.

    Das teilte Nugsar Aschuba, Mitglied des Sicherheitsrates und Parlamentsvorsitzender der nicht anerkannten Republik, RIA Novosti mit.

    Bei einer Bombenexplosion am Sonntagabend im Stadtzentrum von Gali waren vier Menschen getötet und sechs verletzt worden. Am 29. Juni hatten sich im Schwarzmeerbadeort Gagra zwei Explosionen an verschiedenen Orten mit einem Zeitabstand von fünf Minuten ereignet. Dabei wurden sechs Menschen verletzt. Einen Tag später wurden sechs Menschen bei Explosionen von Sprengvorrichtungen auf dem Markt von Suchumi, der Hauptstadt von Abchasien, verletzt.

    In der heutigen Sitzung des Sicherheitsrates wurden Berichte des Chefs des Sicherheitsdienstes sowie des Innen- und des Verteidigungsministers über die gegenwärtige Situation in Abchasien entgegengenommen. Erörtert wurden Vorschläge des Vize-Präsidenten Raul Chadschimba, des Parlamentsvorsitzenden Nugsar Aschuba und des Außenministers Sergej Schamba. Details liegen bisher nicht vor.

    Nach dem Zerfall der UdSSR hatte sich Abchasien, das bis dahin zur Sowjetrepublik Georgien gehört hatte, für unabhängig erklärt. Georgien schickte im August 1992 seine Truppen nach Abchasien, die auf bewaffneten Widerstand stießen. Der blutige Konflikt, der für Georgien den Verlust von Abchasien bedeutete, ging im Jahre 1993 zu Ende. Seitdem arbeitet Abchasien auf eine internationale Anerkennung seiner Unabhängigkeit hin, die bisher von keinem Staat akzeptiert wurde. Tiflis betrachtet Abchasien weiterhin als seinen Landesteil und bietet Suchumi umfassende Autonomierechte an.

    Die georgisch-abchasischen Verhandlungen über die friedliche Beilegung des Konfliktes waren noch vor nicht allzu langer Zeit unter der Schirmherrschaft der UNO und unter unmittelbarer Mitwirkung der Vertreter der für Georgien zuständigen Gruppe der Freunde des UN-Generalsekretärs geführt worden. Nach der Polizeioperation der georgischen Behörden im Juli 2006 im Kodori-Tal, bei der Armeeverbände und Sondereinheiten des Innenministeriums eingesetzt waren und in deren Ergebnis diese Region zu Oberabchasien umbenannt wurde, werden keine Verhandlungen zwischen Suchumi und Tiflis mehr geführt.

    Der Frieden im georgisch-abchasischen Konfliktraum wird von Kollektiven Kräften der GUS aufrechterhalten, die sich aus russischen Soldaten zusammensetzen.