03:19 20 April 2018
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    Anschlag in Minsk: Lukaschenko wirft Behörden Versagen vor

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    MINSK, 7. Juli (RIA Novosti). Mit Blick auf den jüngsten Bombenanschlag in Minsk hat der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko die Sicherheits- und Gesundheitsbehörden scharf kritisiert und mit Entlassungen gedroht.

    "Warum haben Sie bei der Vorbereitung dieser Veranstaltung keine Spezialbrigade gebildet, um den Menschen zu helfen, die nicht gleich evakuiert werden konnten? Warum lag jeder Schwer- und Leichtverletzte auf dem Asphalt herum?", fragte Lukaschenko den für Gesundheitswesen zuständigen Vizepremier Alexander Kossinez. Auch den Sicherheitsbehörden warf er Versagen vor.

    "Die Sprengladung explodierte an einem Ort, wo Polizisten und Geheimdienstler angeblich herumgekrochen waren, um alles besonders scharf zu kontrollieren", hieß es.

    "Wie konnte das dann passieren? Wozu dann diese Kontrolle?", fragte Lukaschenko und forderte, den Vorfall eingehend zu untersuchen.

    Lukaschenko drohte dem Chef des weißrussischen Sicherheitsrates, Viktor Scheiman, mit der Entlassung.

    "Ich glaube nicht, dass Sie in diesem Amt bleiben sollten. Vor allem Sie sind schuld", hieß es.

    Eine vermutlich selbst gebastelte Sprengladung war am 4. Juli während eines Konzertes im Zentrum der weißrussischen Hauptstadt Minsk explodiert. Bei diesem Fest anlässlich des weißrussischen Unabhängigkeitstages war auch Lukaschenko zugegen. 50 Menschen wurden verletzt, der Staatschef blieb unversehrt.