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    Anschlag in Abchasien: Friedenstruppe verstärkt Sicherheitsvorkehrungen

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    Nach dem jüngsten Sprengstoffanschlag in Abchasien, einer abtrünnigen Provinz in Georgien, hat die im Raum des georgisch-abchasischen Konfliktes eingesetzte russische Friedenstruppe die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

    MOSKAU, 07. Juli (RIA Novosti). Nach dem jüngsten Sprengstoffanschlag in Abchasien, einer abtrünnigen Provinz in Georgien, hat die im Raum des georgisch-abchasischen Konfliktes eingesetzte russische Friedenstruppe die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

    Wie der Sprecher der russischen Landstreitkräfte, Igor Konaschenkow, RIA Novosti mitteilte, wurde das Friedenskontingent in erhöhte Kampfbereitschaft versetzt. Auch die Kontrollposten an der georgisch-abchasischen Grenze seien verstärkt worden. Der Grund seien die immer häufigen werdenden Provokationen gegen die Friedenssoldaten sowie die "Versuche, die Lage im Raum des Konfliktes zu destabilisieren".

    Laut Konaschenkow sind die Friedenssoldaten laut Beschluss des Rates der Staatschefs der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) vom 19. Januar 1996 bevollmächtigt, bei Bedarf ihre Waffen einzusetzen.

    Bei einem Bombenanschlag am vergangenen Sonntag wurden in der abchasischen Stadt Gali vier Menschen getötet, sechs weitere erlitten Verletzungen. Eine Woche zuvor waren bei drei Attentaten in der Hauptstadt Suchumi sowie im Badeort Gagry insgesamt zwölf Menschen verletzt worden. Abchasien befürchtet eine bewaffnete Aggression Georgiens und sieht georgische Geheimdienste als Drahtzieher hinter den Anschlägen. Georgien weist die Vorwürfe zurück.

    Abchasien hatte sich nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 in einem Unabhängigkeitskrieg von Georgien gelöst. Völkerrechtlich gehört es weiter zu Georgien, ist aber de facto seit langem ein unabhängiger Staat. Bislang sichert ein aus russischen Soldaten bestehendes Friedenskontingent der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) die Einhaltung des Waffenstillstandes zwischen Georgiern und Abchasen.