13:48 23 August 2017
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    Litauen zu Stationierung US-amerikanischer Raketenabwehr bereit - Präsident Adamkus

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    Die baltische Republik Litauen ist laut Präsident Valdas Adamkus bereit, die Stationierung von Elementen einer US-amerikanischen Raketenabwehr im Notfall zu akzeptieren.

    BUENOS-AIRES, 19. Juli (RIA Novosti). Die baltische Republik Litauen ist laut Präsident Valdas Adamkus bereit, die Stationierung von Elementen einer US-amerikanischen Raketenabwehr im Notfall zu akzeptieren.

    "Gegenwärtig führt Litauen keine Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten über die Stationierung eines Raketenschildes auf seinem Territorium. Aber wird denken, dass es sich dabei um ein wichtiges Element der europäischen und internationalen Sicherheit handelt", sagte Adamkus in einem Exklusivinterview der argentinischen Zeitung Nacion.

    "Eben deshalb wären wir im Notfall bereit, gemeinsam mit unseren Verbündeten an der Stationierung des Raketenabwehrsystems in Osteuropa teilzunehmen", sagte der Präsident, der zu einem offiziellen Besuch in Argentinien weilt. Das Raketenschild werde die Stabilität nicht nur in der Region, sondern auch auf globaler Ebene verbessern.

    Adamkus weigerte sich, RIA Novosti seine Erklärung zu kommentieren, sagte nur, er habe die Publikation noch nicht gesehen.

    Die USA planen, Elemente ihrer Raketenabwehr in Polen und Tschechien zu stationieren. Dabei argumentiert Washinton mit einer Raketengefahr von Seiten des Iran. Moskau hält die Argumente für haltlos und betrachtet die Stationierung von Elementen der US-Raketenabwehr vor seinen Grenzen als eine Bedrohung für die nationale Sicherheit des Landes.

    Washington will zehn Abfangraketen in Polen stationieren und ein Radar in Tschechien bauen. Die erste Rakete in Polen könnte bereits 2011 in den Dienst gestellt werden. Alle zehn Raketen werden voraussichtlich gegen 2013 einsatzbereit sein.

    Anfang Juni hatte US-Verteidigungsminister Robert Gates bei Verhandlungen mit Litauens Ministerpräsident Gediminas Kirkilas in Washington erklärt, Litauen sei eine gute Alternative für Polen als Standort für US-Gegenraketen, sollte Warschau nicht einlenken.

    Bei seiner Visite verhandelte Adamkus mit Präsidentin Christina Kirchner und unterzeichnete ein Abkommen über die litauisch-argentinische Kooperation im Kulturbereich. In Argentinien sind gegenwärtig mehr als 200 000 ethnische Litauer ansässig. Somit liegt Argentinien auf Platz zwei nach Brasilien.

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