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    Konsumgüterpreise in der Ukraine ziehen wegen Warenmangels an - Experte

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    Die Konsumgüterpreise in der Ukraine ziehen nach Expertenansicht infolge des Mangels an Waren und einer zu schnellen Zunahme der Einkommen der Bevölkerung an.

    KIEW, 19. Juli (RIA Novosti). Die Konsumgüterpreise in der Ukraine ziehen nach Expertenansicht infolge des Mangels an Waren und einer zu schnellen Zunahme der Einkommen der Bevölkerung an.

    "Die (um die Inflation nicht bereinigten) Einnahmen der Bevölkerung erhöhten sich zwischen 2000 und 2007 um 380 Prozent und das real verfügbare Einkommen um 160 Prozent. Dagegen wuchs die Produktion von Erzeugnissen der Tierwirtschaft nur um 6 Prozent und von Gemüse um 28 Prozent", sagte der Wirtschaftsexperte Viktor Najdjonow in einem Interview des ukrainischen Magazins "Serkalo Nedeli" (Samstagausgabe). Die Produktion von Kartoffeln sei in dem Berichtszeitraum zurückgegangen.

    "Der Ausstoß von Lebens- und Genussmitteln, inklusive Getränke und Tabakerzeugnisse, schrumpfte in den zurückliegenden sieben Jahren um knapp 60 Prozent und der von Erzeugnissen der Leichtindustrie um 33,3 Prozent. Somit kann ein Mangel an Waren festgestellt werden, die sich insbesondere angesichts der steigenden Einkommen verteuern."

    Dem Experten zufolge stiegen die Einnahmen der Bevölkerung 2007 um 30 Prozent, während das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 7,6 Prozent wuchs. "2008 sollen die Einnahmen weiter um 35 bis 40 Prozent und das BIP nur um 5 bis 6 Prozent zunehmen. Ein Teil des Bedarfs wird mit Importen gedeckt", sagte Najdjonow.

    Die Regierung in Kiew peilt für 2008 ein BIP-Wachstum von 6,8 Prozent an und will die Inflation auf 15,9 Prozent eindämmen. Indes haben sich die Preise allein in den ersten sechs Monaten in der früheren Unionsrepublik bereits um 15,5 Prozent erhöht. Zuvor hatte die Weltbank ihre Inflationsprognose für die Ukraine von 17,2 auf 21,5 Prozent nach oben korrigiert.

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