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    Russischer Diplomat bezeichnet Jugoslawien-Tribunal als "ominöse Farce"

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    MOSKAU, 25. Juli (RIA Novosti). Ein Beamter des russischen Außenministeriums hat dem Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien Versagen und antiserbische Engagiertheit attestiert.

    "Die Nachrichten, die vom Jugoslawien-Tribunal kommen, bestätigen, dass sich dieses Gremium völlig diskreditiert hat", so der Beamte.

    "Nach dem Freispruch für Naser Oric, den ehemaligen moslemischen Kommandanten Srebrenicas, dessen Einheiten für den Tod von mindestens 1500 Serben verantwortlich sind, ist der Trend, lediglich Serben zu bestrafen, zu einer unbedingten Regel mutiert", hieß es.

    2006 hatte die damalige Chefanklägerin des Jugoslawien-Tribunals, Carla del Ponte, 18 Jahre Haft für Oric gefordert. Statt dessen wurde er zunächst zu zwei Jahren Haft verurteilt und Anfang Juli 2008 freigesprochen.

    Auch den ehemaligen Stabschef der bosnischen Muslime, Rasim Delic, sowie den kroatischen General Ante Gotovina, denen Massenmorde an Serben vorgeworfen werden, spricht das Jugoslawien-Tribunal wahrscheinlich frei, so der Beamte weiter.

    "Um diese Entscheidung zu rechtfertigen, sagt man, die Armee der bosnischen Muslime sei so organisiert gewesen, dass die persönliche Verantwortung ihrer Kommandeure schwer zu ermitteln sei. Bei den Serben war die Organisiertheit angeblich besser, deshalb sei es leichter, sie zu belangen", sagte der russische Diplomat.

    "Ein Freispruch für Delic und Gotovina würde das endgültige Versagen des Jugoslawien-Tribunals bestätigen. Seine antiserbische politische Engagiertheit hat das Tribunal längst in eine ominöse Farce verwandelt", hieß es.

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