23:51 11 Dezember 2017
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    Südossetische Zivilisten werden beschleunigt aus dem Konfliktraum evakuiert

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    Die Behörden der nicht anerkannten Republik Südossetien evakuieren im Schnellverfahren Frauen, Kinder und ältere Menschen aus dem georgisch-ossetischen Konfliktraum nach Nordossetien (russische Kaukasusrepublik).

    MOSKAU, 02. Augsut (RIA Novosti). Die Behörden der nicht anerkannten Republik Südossetien evakuieren im Schnellverfahren Frauen, Kinder und ältere Menschen aus dem georgisch-ossetischen Konfliktraum nach Nordossetien (russische Kaukasusrepublik). Das wird auf der Webseite des Informations- und Pressekomitees Südossetiens mitgeteilt.

    In der Nacht zum Samstag waren bei einem Schusswechsel im georgisch-ossetischen Konfliktraum sechs südossetische Bürger getötet und 15 verletzt worden.

    Wie der Befehlshaber der Gemischten Kräfte zur Friedenserhaltung im Konfliktraum, Wladimir Iwanow, zuvor zu RIA Novosti gesagt hatte, sei der Schusswechsel von der georgischen Seite provoziert worden.

    Angesichts der Spannungen wurde die Evakuierung der Zivilbevölkerung aus der Wohnsiedlung Dmenis (Rayon Zchinwali) eingeleitet, die in der vergangenen Nacht von georgischer Seite unter massiven Artilleriebeschuss genommen worden war.

    „Zur Verhinderung von Opfern unter der Zivilbevölkerung hat die Verwaltung der Wohnsiedlung beschlossen, Kinder, Frauen und ältere Menschen nach Nordossetien zu bringen, da sich die Situation immer mehr verschärft“, heißt es in der Mitteilung des Informations- und Pressekomitees.

    Darüber hinaus wurde mit der Evakuierung der Kinder aus der südossetischen Hauptstadt Zchinwali begonnen.

    Laut dem Informations- und Pressekomitee hat der Premier der nicht anerkannten Republik, Juri Morosow, in einer Sondersitzung der Regierung am Samstag geäußert, dass „die Gewaltoperation Georgiens in der vergangenen Nacht große Menschenverluste und Sachschäden verursacht und die Situation im Raum der georgischen Aggression ernsthaft destabilisiert hat“.

    Laut Morosow wird die Situation auch dadurch verkompliziert, dass die georgische Seite „die Wasserblockade von Zchinwali und die ossetenfeindliche Informationshysterie fortsetzt“ und sich weiterhin einer militanten Rhetorik bediene. „Es liegen Informationen vor, denen zufolge die georgische Seite eine Wiederholung ihrer Gewaltoperationen plant. Angesichts dessen müssen alle notwendigen Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit der Bevölkerung ergriffen werden. Die südossetische Bildungsministerin Samira Dschiojewa und der Vorsitzende des Staatskomitees für Körperkultur, Sport und Tourismus, Rufin Dschiojew, sind unter anderem beauftragt worden, die Evakuierung von Kindern, Frauen und älteren Menschen zu organisieren“, wird Morosow vom Informations- und Pressekomtiee zitiert. In diesem Zusammenhang habe die südossetische Führung die benachbarte Republik Nordossetien-Alania um Hilfe gebeten, heißt es.