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    Irans Präsident pocht erneut auf das Recht auf ein nationales Atomprogramm

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    Iran wird seinen Feinden entgegenwirken und sein Recht auf die Entwicklung eines Atomprogramms verteidigen, wurde der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Freitag von westlichen Massenmedien zitiert.

    MOSKAU, 02. August (RIA Novosti). Iran wird seinen Feinden entgegenwirken und sein Recht auf die Entwicklung eines Atomprogramms verteidigen, wurde der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Freitag von westlichen Massenmedien zitiert.

    „Für sie sind solche Fragen wie das Atomprogramm nur ein Vorwand. Der Hauptgrund für die Feindlichkeit gegenüber Iran ist seit 30 Jahren der Wunsch gewesen, uns zögern zu lassen und letzten Endes zu erklären, dass wir nachgegeben hätten“, sagte Ahmadinedschad im staatlichen Fernsehen Irans. „Doch das Volk von Iran wird den Feinden mit Gewalt entgegenwirken“, fügte der Präsident hinzu.

    Die USA und mehrere andere Länder schöpfen den Verdacht, dass Iran unter dem Deckmantel von friedlicher Atomenergie Atomwaffen entwickele. Die iranische Führung weist diese Anschuldigung zurück und versichert, das Atomprogramm habe den einzigen Zweck, den Energiebedarf des Landes zu decken.

    Der UN-Sicherheitsrat hatte in den vergangenen Jahren auf Initiative der Sechsergruppe (die fünf Vetostaaten des UN-Sicherheitsrates und Deutschland) drei Resolutionen - 1737 (Dezember 2006), 1747 (März 2007) und 1803 (März 2008) angenommen, die Sanktionen gegen Iran wegen seiner Weigerung, ein Moratorium für die Urananreicherung einzuführen und die Arbeit an seinem Raketenprogramm zu stoppen, vorsehen.

    Die iranischen Behörden haben die Festlegungen dieser Dokumente als illegitim zurückgewiesen.

    Die internationale Vermittlungs-Sechsergruppe für die Lösung des iranischen Atomproblems fordert von Iran, die Arbeiten zur Urananreicherung einzustellen, die das Regime der nuklearen Nichtweiterverbreitung gefährden könnten. Im Gegenzug werden Teheran mehrere gemeinsame Wirtschafts- und Technologieprojekte, darunter im Bereich der friedlichen Atomenergie, angeboten. Iran hat bisher keine klare Antwort auf diese Initiativen gegeben.

    Bei dem Treffen zwischen dem Hohen EU-Vertreter für Außen- und Sicherheitspolitik, Javier Solana, und den Vertretern der Sechsergruppe einerseits und dem Sekretär des Höchsten Rates für nationale Sicherheit Irans, Said Jalili, andererseits am 19. Juli in Genf haben die internationalen Vermittler Iran zwei Wochen Zeit für eine Antwort gegeben.

    Das Weiße Haus in Washington verwies späterhin warnend darauf, dass Iran mit neuen internationalen Sanktionen konfrontiert werden könnte, wenn die Antwort nicht innerhalb von zwei Wochen nach den Verhandlungen in Genf käme.

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