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    Südossetien: Friedenstruppe macht Tiflis für Spannungen im Konfliktraum verantwortlich

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    Das Kommando der Gemischten Kräfte zur Friedenserhaltung im georgisch-südossetischen Konfliktraum macht Georgien für die erneuten Spannungen verantwortlich.

    MOSKAU, 02. August (RIA Novosti). Das Kommando der Gemischten Kräfte zur Friedenserhaltung im georgisch-südossetischen Konfliktraum macht Georgien für die erneuten Spannungen verantwortlich.

    Die Führung der Friedenstruppe verweist in einer Erklärung, die am Samstag auf der Webseite des russischen Verteidigungsministeriums veröffentlicht wurde, auf „den verstärkten Einsatz aller vorhandenen Waffen durch die Konfliktseiten, darunter gegen Zivilbevölkerung und Wohnviertel. Im Falle einer Wiederholung dieser Handlungen wird die ganze Verantwortung für die Folgen und die Verschärfung der Situation im georgisch-ossetischen Konfliktraum auf der georgischen Seite lasten.“

    Die Webseite bringt auch einen Kommentar der Führung der Friedenstruppe zur Sprengung eines georgischen Polizeiwagens am Freitag, wobei fünf Polizisten verletzt worden waren. „Der eingeschlagene Weg zur Destabilisierung der Situation durch Diversions- und Terrorakte führt zu ungerechtfertigten Verlusten auf beiden Seiten und destabilisiert die Situation im Konfliktraum in höchstem Maße“, heißt es. Die Führung der Friedenstruppe verweist auf die Notwendigkeit, unverzüglich ein Treffen der Kovorsitzenden der gemischten Kontrollkommission zur Ausarbeitung gemeinsamer Entscheidungen einzuberufen, die auf Entspannung und die Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen den Konfliktseiten gerichtet sind“, heißt es in dem Kommentar.

    Nach Angaben der Friedenstruppe sind seit Anfang 2008 im georgisch-ossetischen Konfliktraum 13 Anschläge unter Einsatz ferngesteuerter Sprengladungen begangen worden, bei denen sechs Menschen getötet und mindestens 30 verletzt wurden.

    Die Webseite des russischen Verteidigungsministeriums informiert ausführlich über die Feuerüberfälle gegen die Stadt Zchinwali am Freitagabend und in der Nacht zum Samstag. Nach den Angaben hatte die georgische Seite am Freitagnachmittag unter Einsatz von Scharfschützen gezieltes Feuer auf die Sicherheitsposten des südossetischen Innenministeriums im Konfliktraum eröffnet. Bei dem Beschuss wurden vier Menschen getötet und sieben verletzt.

    Kurz darauf wurden der südliche, der östliche und der nördliche Stadtrand von Zchinwali und die nächstgelegenen Rayons von den georgischen Dörfern Ergneti, Semo-Nikosi und Tamarascheni aus Schusswaffen von unterschiedlichem Kaliber sowie aus Panzerfäusten, Granatwerfern und SP-Kanonen beschossen.

    Gegen 23.00 Uhr Moskauer Sommerzeit kam es zu lokalen Schusswechseln in den Berührungsgebieten der Konfliktseiten am südlichen, östlichen und westlichen Stadtrand von Zchinwali sowie in den Dörfern Prissi, Sarabuki, Dmenissi, Jeredwi, Wanati, Awnewi und Tamarascheni.

    Während der Nacht wurden mehrere Feuerüberfälle von georgischen Stellungen gegen Südossetien unternommen.

    Nach dem Stand von 10.00 Uhr am Samstag sind die Angaben über die sechs Toten und 13 Verletzten auf der südossetischen Seite bestätigt worden.

    Laut dem Verteidigungsministerium hat die georgische Seite keine Verluste gemeldet.

    Das Verteidigungsministerium verweist darauf, dass das Kommando der Friedenstruppe am Freitag um 16.00 Uhr angesichts der sich verschärfenden Situation im Raum zwischen dem ossetischen Dorf Andsissi und dem georgischen Dorf Sweri einen provisorischen Beobachtungsposten ausgestellt hat. Die Kovorsitzenden der gemischten Kontrollkommission und die OSZE-Mission in Georgien seien darüber informiert worden, heißt es.

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